Schwestie Pfarrerin Janneke Botta: Queer & Kirche
Shownotes
In dieser Schwesties-Folge sind zum allerersten Mal Jenny, Celine UND eine Gast-Schwestie an einem Tisch! Herrlich! Wir sprechen mit der evangelischen Pfarrerin Janneke Botta aus Köln über ihren Weg ins Pfarramt, ihr Coming-out und wie sich Kirche noch weiter verändern muss, um mehr Sichtbarkeit und Räume für queere Menschen zu schaffen. Ein Date warf Jenny Anfang des Jahres vor, als selbst vermeintlich "bibeltreuer" und "gottesfürchtiger" "Christ" nicht tolerieren zu können, dass Jenny Homosexualität in Ordnung findet und sie deshalb von sich nicht behaupten könne, christliche Werte zu leben! Auch darüber sprechen wir mit Janneke und ordnen diese Aussagen mal ein! Viel Inspiration, Ermutigung und Power mit dieser Folge, liebe Schwesties!
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:18: Oder ein Schluck von einem Käfchen, herrlich.
00:00:20: Stärkung!
00:00:22: Janneke Baute herzlich willkommen bei Schwestis.
00:00:24: Hallo
00:00:25: Schön dass du da bist
00:00:26: Da finde ich auch.
00:00:27: Ich bin bisschen aufgeregt.
00:00:28: Ich habe euch jetzt letzten Wochen richtig viel gehört Und jetzt ist es ganz verrückt euch zu sehen.
00:00:35: Die Taube Kannst du auch gleich mal was sagen Ist auch endlich wieder dabei.
00:00:38: Das ist ganz herrlig und wir sind auch ganz aufgeregelt.
00:00:41: Natürlich das Du da bist Es ist unser erstes Interview zusammen Also mit Mit drei Schwester ist an einem Tisch.
00:00:48: Herzlich!
00:00:49: Ja, herzlichen Dank und auch nicht so richtig mehr ne?
00:00:52: Toll!
00:00:54: Selin ist ja ein bisschen auf Pausenmodus weil du gerade eine Masterarbeit machst aber es ist richtig cool dass du wieder am Start bist.
00:01:02: Schön, dass du da bist Taube.
00:01:04: Es wird mir dieses Mikro hier rüber gereicht.
00:01:07: Danke ich freue mich auch.
00:01:08: Habt ihr euch sehr für das Thema begeistern können oder dachte ich natürlich bin ich dabei
00:01:14: Wundervoll.
00:01:15: Janneke, du bist nämlich Fahrerin in Goal und wir sprechen heute über die Frage wie geht Glauben, Kirche und
00:01:25: Queer?
00:01:25: Ist das alles vereinbar oder auch nicht?
00:01:28: denn Schwesteris um in das Thema vielleicht nochmal einzusteigen könntet ihr euch noch mal die Folge anhören.
00:01:34: Wie hießen sie doch mal?
00:01:35: da haben wir einen ganz coolen Titel für Homophobic Redflex, genau.
00:01:39: Denn mein... Ich hatte ein dussiges Dating-Erlebnis mit einem jungen Mann, den ich gedatet habe und wir sprachen sie über Familie und ich hab dann erzählt, du hast eine Schwester und die ist hier auch mit ihrer Freundin in Köln und plötzlich merkte ich wie seine Miene sich an wenig verfinsterte und ich habe dann gefragt was das jetzt gerade?
00:02:00: Also hast du irgendeinen Thema damit?
00:02:01: und er dann plötzlich so sagte ja also Er sei gottisfürftig um Bibeltreu und dann könnte er nicht akzeptieren, dass es ja Menschen gibt die homosexuell leben oder queer sind.
00:02:14: Und dass er das auch dann nicht passend findet wenn ich sage Ich lebe christliche Werte und gleichzeitig Ja offen bin für Queer sein so Und das fand ich total krass.
00:02:27: Ich hab mich total über mich selber geärgert, weil eigentlich dachte ich immer... ...ich habe natürlich jetzt keine Theologie studiert aber dass ich einigermaßen biblifest bin und ich kann so gar nichts sagen!
00:02:37: Also was heißt gar nix?
00:02:38: Gar nix ist jetzt auch Quatsch.
00:02:39: Aber dieses ''Ich bin Bibeltreu'', da hätte ich supergerne viel mehr gegen gesteuert und gerne gesagt, sag mal, das und das ist doch absoluter quatsch wenn man es mal so beurteilen will.
00:02:50: Ja irgendwie war ich total perplex plötzlich damit konfrontiert zu sein, dass ich mir dachte, ich habe mich über mich selber geärgert.
00:02:57: Dass sich da nicht gut gegenhalten konnte und wollte dann aber auch noch mal hier in dem Podcast den Raum dafür öffnen denn wir sind natürlich ein offener Ort und ich möchte das gerne besprechen.
00:03:07: von daher vielen Dank, dass du da bist und dass du dir die Zeit nimmst darüber zu sprechen mit uns.
00:03:11: Danke!
00:03:12: Für mich ist es mega das Geschenk, dass ihr dafür auch Raum gibt.
00:03:16: also weil Ich schoende auch immer im Ambivalenz ab.
00:03:19: Mein queeres Herz ist sauer auf Kirche und Christentum, weil die schon viel Verantwortung tragen für Queerfeindlichkeit in der Geschichte.
00:03:29: Für mich ist das einfach ein kleines Wunder, wenn wir weiterhin als kirchliche Person und Menschen eingeladen werden uns dazu zu äußern und auch zu sagen dass was in der Kirchengeschichte quasi passiert ist an queerer Verfolgung Dass das nicht mehr State of the Art an ganz vielen christlichen Orten oder evangelischen Orten ist.
00:03:50: Deswegen, es ist für mich mir gar das Geschenk, dass ihr quasi als Vertrauensvorschuss mich eingeladen habt und dem Thema noch mal Raum gebt auch von einer anderen Seite in eine christliche Perspektive auf Queerness zuzulassen.
00:04:03: Toll!
00:04:03: Ja, versteh'n das so sagst.
00:04:05: Wie war denn eigentlich für dich?
00:04:07: Du bist ja evangelische Pfarrerin, dein... Absolut erster Berührungspunkt mit Kirche.
00:04:14: Hast du das über Familie schon früh mitbekommen, oder wann war für dich der erste Kontakt?
00:04:18: Es
00:04:21: ist witzig!
00:04:22: Mir ist gerade das erste Mal, woran ich mich erinnern kann, wo ich so eine Idee davon hatte, dass es Gott geben könnte... Das ist ja gar nicht der erste Kontakt mit Kirchen, das sind ja manchmal sehr unterschiedliche Dinge.
00:04:32: Das war als ich so vier war, da ist mein Opa gestorben und der hatte in seinem Spind, hat er einen Lego-Flutzeug Und das stand bei uns in der Küche.
00:04:42: Meine Mutter war damals so einundzwanzig und mein Opa noch sehr jung, es hat irgendwie die ganze Familie sehr, sehr doll erschüttert... ...und es brauchte irgendeine Sprachfähigkeit damit umzugehen.
00:04:53: Ich war noch klein und meine Mutter hat mir immer gesagt dass der Opa im Himmel ist und dieses Flugzeug war für mich irgendwie so eine ganz krasses Zeichen, so ne sehr tolle Verbindung.
00:05:02: Das habe ich auf jeden Fall damals total religiös geframed.
00:05:05: Für mich war das irgendwie so das erste religiöse Gefühl an, dass ich mich erinnern kann.
00:05:12: Kirche weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so genau.
00:05:15: Wahrscheinlich so Schulkottestdienste.
00:05:19: Ich hab in der Grundschule mal ein Jesus-Fischernetz gebaut weil Jesus Menschenfischer war.
00:05:23: das fand ich irgendwie cool.
00:05:26: Aber ansonsten würde ich sagen komme ich aus einer eher völkskirchlichen Familie.
00:05:31: also man ist vielleicht noch Kirchenmitglied auch nicht alle Paar auch ausgetreten aber Kirche war sowas was man so Ja, gut findet in meiner Familie.
00:05:40: Aber es gab jetzt nicht ... Wir sind ja jetzt nicht regelmäßig hingegangen oder so vielleicht an Weihnachten aber mehr auch nicht.
00:05:48: und dann bin ich erst so richtig reingesliedert als ich zu Hilfe.
00:05:53: da krieg man Posts und dann steht Konfirmationen an zwei Jahre Konfi Unterricht Und da hab' ich irgendwie beschlossen diese ganze Sache mit Gott, die finde ich irgendwie spannend.
00:06:03: Aber ich kann mir das gar nicht vorstellen.
00:06:05: Ich habe keine Bilder und fand mich auch nicht gläubig aber ich dachte es ist irgendwie eine interessante Ecke in die man denken kann.
00:06:12: Und dann hab' ich mich auf diese Konfi-Zeit eingelassen und da habe ich tolle Sachen erlebt.
00:06:16: Das war einfach sehr, sehr gute Zeit!
00:06:18: Ich hab' sie damals gar nicht so mit Gott verbunden erlebt sondern vor allem in so einer sehr offenen Jugendarbeit... Nervana gehört und davon heute gar nicht mehr sagen, dass sie schlecht gealtert hat.
00:06:30: Aber wir haben irgendwie auch viel auf alten Leder so fast gesessen und geraucht.
00:06:35: Das war am Ende der neunziger Jahre da ging sowas noch.
00:06:41: Ja das ist zum Glück heute vorbei aber ich hab da so Gitarre-Sperren gelernt die ganzen alten Gitarren-Rock-Songs.
00:06:51: Das Erste, was ich gelernt habe, war, glaub ich, irgendwas von Metallica und das fand ich einfach richtig cool.
00:06:55: Und dann dachte ich, wenn Kirche so ist, also so ein Ort wo Menschen Jugendliche dem nachgehen können, was ihnen Freude macht, was sie ihnen gut tut, wo sie sich entdecken können und wo man sich gemeinsam irgendwie supportet, dann find ich es richtig gut.
00:07:10: So war mein Einstieg.
00:07:11: Es gab auch eine Ernüchterung, die kamen später.
00:07:14: Ich hab gesehen dass Kirche nicht immer so ist.
00:07:17: Aber das war dann meine krasse Einflugschneise und ab der Konfirmation dachte ich eigentlich so, ja, das kann ich mir hier irgendwie gut vorstellen.
00:07:27: Cool!
00:07:28: Ja, verschönen.
00:07:29: Weißt du eigentlich noch, dass dein erster Kontakt mit Kirche war oder hast du da irgendwelche Erinnerungen noch dran?
00:07:35: Ich glaube bei uns war ja schon Europa, würde ich sagen, relativ gläubig und auch einfach viel so... Ich weiß nicht, Kirchenvorstand.
00:07:45: Zumindest irgendwie in der Kirche relativ engagiert und so was... Aber ansonsten würde ich sagen, weil wir jetzt Familie ja auch eher so Team an Weihnachten geht man mal da hin!
00:07:58: Ich habe so konformanten Zeit auch sehr gut in der Änderung.
00:08:00: Ich glaube ähnlich aus den Gründen wie du's grad beschrieben hast bei mir war das irgendwie ganz cool weil ich mit vielen von denen, die nicht auch in der Grundschule war dann da wieder zusammen.
00:08:10: Weil das war so nach der Grundschule irgendwie dadurch dass man auf viele unterschiedliche Schulen gegangen ist, dass sie ziemlich verlaufen und dann hatten wir aber damit dass es irgendwie ja auch regional zugeordnet wird diese zwei Jahre dann auf einmal wieder so die alten Leute da zusammen.
00:08:25: also das habe ich auch echt sehr sehr schön in Erinnerung.
00:08:27: Aber Ich glaube dass mir dann danach auch so ein bisschen gefehlt hat, dass das irgendwie so fortgeführt wurde oder so.
00:08:33: Also bei uns in der Kirche ich hatte nicht den Eindruck, dass es da weiterhin
00:08:37: große
00:08:38: Angebote für Jugendliche gab.
00:08:41: Du bist jetzt hier konfirmiert und schön, dass du da warst.
00:08:44: Ich will die anderen neuen Konfi standen ja auch schon in den Startlöchern aber also ich kann mich nicht daran erinnern weiß ich nicht.
00:08:54: Papa war zum Beispiel früher mal von der Kirche aus auch im Zeltlager und so, aber irgendwie alle sowas... ja kann ich mich zumindest nicht daran erinnern dass es da ein großes Angebot gab und dadurch hat sich das dann auch entsprechend einfach so sehr verlaufen und demnach auch irgendwie wieder sehr auf dieses wenn wir an Weihnachten da sind gehen werden die kirche aber ansonsten irgendwie auch nicht.
00:09:16: Also mit dem an Weihnachten die Kirche wieder flattern, deinem Großvater im Himmel aber die Ohren.
00:09:21: Also Opa hast du ja wirklich fast jeden Sonntag dahin gegangen.
00:09:25: Ja ich war jetzt auch
00:09:25: uns bezogen so.
00:09:27: Ja das stimmt.
00:09:30: Ja voll!
00:09:31: Ich hatte das damals auch als relativ strenge Zeit in Erinnerung, wir hatten aber auch einen ganz strengen Pastor.
00:09:38: Ich nenne es vielleicht keinen Namen, der hatte auch seinen ganz strecken Namen und ich
00:09:43: habe schon jemand anderes.
00:09:44: Achso?
00:09:46: Ja, aber deswegen hatte ich das dann auch oft so als ... Das ist so Unterricht und das ist ein bisschen strenger.
00:09:52: Aber ich hab's total schön in der Erinnerung.
00:09:55: Wie war es denn bei dir?
00:09:56: Ab wann hast du gemerkt, dass wir dich gerne beruflich machen oder mich da weiterbilden?
00:10:03: Ich würd sagen, das hatte ich schon mit vielleicht so sechzehn am Start.
00:10:09: Und gleichzeitig bin die erste meiner Familie mit Abitur.
00:10:13: Ich bin die erster meiner Familie im Studium.
00:10:17: Und da war das sehr, sehr weit weg.
00:10:19: Ich hab immer gedacht, wenn man Pfarrerin wird, dann muss man so total... Wie hat der Typ das gesagt?
00:10:26: Gottesfürchtig?
00:10:27: Ja!
00:10:28: Bibeltrollen, Gottesfürstigs!
00:10:29: Bibelteu
00:10:29: und Gottesfürichtig
00:10:30: sein?!
00:10:31: Genau, das waren Bilder die ich auch für Farbpersonen hatte und ich dachte dass man auch ständig heilige Erfahrungen in seinem Alltag machen muss.
00:10:42: Und heute würde ich sagen, die mache ich schon auch.
00:10:45: Die habe ich damals auch gemacht aber mir das anders vorgestellt eher so mit keine Ahnung.
00:10:50: es kommt am verhangenden Regenhimmel kommt ein Lichtstreifen hoch und man hört eine Stimme aus dem Of oder wie auch immer.
00:10:57: also so wie vielleicht diese Geschichten auch lange erzählt wurden dass das immer dann total klar ist also dass man weiß aha das ist Gott!
00:11:05: So erlebe ich zum Beispiel meine Gotteserfahrungen Ja, mehr mal weniger.
00:11:10: Aber ich glaube es halt auch wie man darauf guckt also wie man spirituelle Erfahrungen sein Leben zulässt.
00:11:17: aber ich kriege jetzt nicht ein Brief wo irgendwas drin steht und unterschrieben ist mit deine Gott.
00:11:25: Also das ist nicht so klar wie ich mir als Jugendliche vorgestellt habe dass es klar sein könnte.
00:11:32: Und deswegen dachte ich damals, ja das könnte cool sein.
00:11:35: Aber vielleicht so wie man auch denkt es könnte cool seien Piloten zu sein oder Feuerwehrfrau oder Tierärztin oder
00:11:43: so.
00:11:44: Also es war schon noch sehr weit weg von meiner Realität und ich glaube in meiner Familie die trauen mir schon viel zu und ich fühle mich da auch sehr getragen aber... Für die war das, glaube ich auch total verrückt.
00:12:01: Die haben eine Weile gebraucht um zu realisieren dass es tatsächlich auch dann irgendwann so sein könnte.
00:12:08: Ja stark!
00:12:09: Wo hast du denn studiert?
00:12:13: Ich habe so ne First Generation Schleife gedreht und hab erst zweieinhalb Jahre leeren studiert.
00:12:20: Das ist ja für so fast generation Menschen immer so guter Studien, akademischer Einstieg.
00:12:25: Weil das irgendwie der akademische Beruf ist, den man am besten kennt, weil man selber auch zur Schule gegangen ist im Jahr.
00:12:31: Genau!
00:12:31: Das war in Paderborn.
00:12:32: Das waren eigentlich theologisch meine spannendsten Jahre und ich habe dann aber nach fünf Semester gemerkt Ich mache noch Theologie und hab nach Spanisch und Pädagogik studiert.
00:12:43: Das fand ich auch nett, aber das hat mir überhaupt nichts... Also ich habe mich nur eine Theologie aufgehalten spannende Sachen erlebt.
00:12:50: Das war eine ganz prägend und tolle Zeit.
00:12:53: Dann war ich so ganz klässig für jemanden, der hier aus Westdeutschland kommt auf dem heiligen Berg in Wuppertal an den Kirchenhochschule.
00:13:05: Das ist ein Ort, der war schwer für mich.
00:13:08: Ich glaube die haben so... Die schließen jetzt auch, aber die hatten glaube ich so hundertfünfzig Studierende.
00:13:12: Und ja, am meisten wurden in einem Wohnheim auf diesem Berg.
00:13:17: Es sind nur so Fahramtsleute und der letzte Bus fährt abends um halb neun.
00:13:22: Und man muss sonst eine halbe Stunde den Berg hochladen, also das war bis hier so wie man sich das vorstellt mit einer harten Sozialkontrolle und so.
00:13:35: Das waren nicht meine Orte für mich.
00:13:37: Das war eine schwere Zeit.
00:13:38: Also da habe ich nicht gerne studiert und es war auch schlechter Start ins Land schlugen.
00:13:43: Aber man muss ja, wenn man Pham studiert, griechisch und hebräisch lernen.
00:13:46: Und da waren einfach die Bedingungen für diese Sprachen irgendwie sehr gut!
00:13:50: Dann habe ich dann noch die Zwischenprüfung gemacht – und dann bin ich los.
00:13:53: Da war ich kurz im Buch rum... ...und dann came I coming out….
00:13:59: Also ich war bisher in late at the party, zumindest.
00:14:02: also es gab viele Zeichen vorher, die ich ignoriert hab.
00:14:05: und naja….
00:14:06: Da bin ich der liebe Wegen nach Münster und da hab' ich noch mal sechs Jahre studiert.
00:14:12: Ich habe eh nicht studiert, aber für mich war Studium auch so... Ja, ich glaube mein Coming Out und mein queeres Leben spielte da auch so sehr mit rein.
00:14:20: Das brauchte Platz.
00:14:21: also das war halt ein rednernden Rockengroßes Thema.
00:14:25: Und
00:14:27: ja,
00:14:27: haben's sehr lange studiert!
00:14:29: Hörlich!
00:14:30: Zehn, zwölf Jahre.
00:14:31: Ja warum mache ich es sonst?
00:14:33: Doch!
00:14:35: Erzähl' ich so, warum nicht?
00:14:36: Aber es war schön.
00:14:37: Also schwer und schön.
00:14:39: Ich hab nie gerne Theologie studiert.
00:14:41: Es war immer ein Pain für mich.
00:14:42: Ich fand das furchtbar.
00:14:44: Ich find diese ganze Fahrherrlichkeit... also, twenty-fünf Prozent der angehenden Fahrperson der Theologisch Studierenden kommen aus dem Fahrhaus und sind quasi aus diesem sehr akademischen theologischen Milieu auch kirchlichen Milieu.
00:14:59: Das fand ich sehr fremdund komisch.
00:15:02: Genau aber hatte die ganze Zeit so ein sehr gutes Grundgefühl, dass der Job für mich der Richtige ist und das hat sich bestätigt.
00:15:10: Schön!
00:15:10: Ja, richtig cool.
00:15:12: Hattest du ... Ich war mir so okay zu fragen aber gerade dann auch als du für dich so erkannt hast, ich stehe auf Frauen oder ich bin Queer, hattest Du da irgendwie Momente, wo Du das Gefühl hast, oh Gott, krieg ich das jetzt mit meinem angehenden Beruf vereint?
00:15:27: Oder irgendwie auch vielleicht im Studium in dieser, sag ich's grad so'n bisschen Fahrabend Bubbelt, auch das Gülp oder so.
00:15:34: eine Sorge von wie werde ich jetzt hier weiter irgendwie akzeptiert?
00:15:38: Oder macht das jetzt sich gerade irgendwie für mich auch irgendwas zu.
00:15:43: Also ich sage mal dass was gut war die ersten Frauen in meinem Leben mit denen ich so amoröse Erfahrungen gemacht habe Waren Theologen, die schon länger geoutet waren als ich.
00:15:59: Die hatten einen Weg gemacht und das war für mich total hilfreich.
00:16:02: Und die waren auch auf eine Weise Vorbild.
00:16:05: Das war glaube ich total gut!
00:16:07: Und persönlich hilft es vielleicht nicht, dass ich aus einer super kirchlich-frommengeprägten Familie komme... Mein Coming Out war ... Schwer, das ist glaube ich auf einer Ebene.
00:16:22: Ist jedes Coming-out schwer und bleibt ja auch schwer?
00:16:25: Das hört ja auch nie auf mit dem Coming out!
00:16:28: Es geht ja auch immer weiter... Aber also das hat in mir so viel freigesetzt und so viel Verbindung mit mir selber und Liebe zu mir selber.
00:16:40: Gott kann nicht fast walten schon so lange her aber Das war auf eine Weise so ne krasse Befreiung von einer Enge, die ich gar nicht, derer ich mir gar nicht bewusst war oder einer Begrenztheit, die Ich gar nicht kannte.
00:16:54: Dass für mich in diesem Entdecken meiner sexuellen Identität ... So viel Freiheit und Schönheit lag, dass ich dachte das kann nicht falsch sein.
00:17:08: Also darin war soviel Liebe Und ist auch immer noch soviele Liebe.
00:17:13: Gott, das berührt mich richtig durch.
00:17:16: Aber ja, das für mich immer klar war, dass das eher eine heilige Erfahrung ist als das was clasht in mir so und ich glaube in dieser Kirchenperspektive sehr lange Zeit meine Studium es habe ich nicht daran geklaut, dass ich wirklich schaffe irgendwann dieses Examen zu machen mit sich wirklich an der Kirche lande.
00:17:38: Das war auf jeden Fall für mich aber super abstrakt.
00:17:40: deshalb darf ich glaube ich nicht Habe ich mir nicht so viele Sorgen gemacht.
00:17:46: Ja, es fühlte sich für mich inhaltlich glaube ich so richtig an dass ich also da ist so viel aufgegangen Dass ich gar kein Gefühl dafür hatte.
00:17:55: das das dass irgendjemand sagen könnte dass das falsch wäre
00:17:59: schön wie toll.
00:18:00: ja Wie hat dann auch so dein umfeld reagiert?
00:18:04: oder was waren da so deine Erfahrungen im auser mit menschem außen?
00:18:09: quasi
00:18:11: Ja, ich glaube für mein Umfeld war das also so im Freundinnenkreis.
00:18:17: Ich habe schon auch verhältnismäßig queeres Umfeld gehabt.
00:18:23: Also ich hab noch mit zwei Schufreundinnen sehr engen Kontakt gehabt.
00:18:27: die eine davon war schon zur Schulzeit geoutet lesbische Person und die andere hatte in der Familie so einen Familienumfeld queere Menschen.
00:18:37: Da wusste ich dass es irgendwie sicherer Hafen Und ich hatte mich in meinen Heterozeiten, also vermeintlichen Heterozahlen schon auch im sehr queeren Umfeld bewegt.
00:18:50: Da gab es immer eine Form von Anziehung.
00:18:54: Insofern war das nicht so ein Thema?
00:18:57: Familie finde ich ist nur noch ein eigenes Thema.
00:19:03: Ja, ich glaube, das war erst mal schwer.
00:19:05: Also weil ... Ich glaub gerade für meine Eltern für meine Mutter vielleicht besonders da auch so Bilder dran hängen.
00:19:17: Also wenn man mit einem mit einer Norm bricht oder mit einem Stereotyp, dann brechen ja die anderen schnell mit.
00:19:23: also wird sie jemals heiraten, wird sie jeweils Kinder kriegen, so wird sie anerkannt sein mit ihrem Job, wird das irgendwie gut gehen?
00:19:31: Da machen glaube ich sehr viele Sorgen und vielleicht auch ein paar ideale Träume... Also keine Ahnung, wenn ich jetzt ein heterosexuelles Leben geführt hätte, wäre ja auch gar nicht klar.
00:19:44: Hätte ich Kinder gekriegt oder geheiratet.
00:19:45: aber ich glaube es ist so die Erwartung der Norm und das glaube ich war schon noch schwer da so Das freizugeben sozusagen.
00:19:54: Es kann sein dass sie ein anderes leben führt als Ich gedacht habe dass ich Als ihre mutter irgendwie so begleiten kann.
00:20:00: das hat alle schon auch bisher energie gekostet.
00:20:03: und jetzt muss ich auch sagen dass Meine erste Freundin, die ich mit nach Hause gebracht habe.
00:20:08: Mit der war ich acht Jahre zusammen und ich hatte sie sehr gern und finde auch dass sie eine tolle Person ist aber... Die hatten mir auch die Ablösung von zuhause erst mal leicht gemacht weil die so ein sehr autonomer Mensch war und hat es glaube ich meiner Familie schwergemacht sich noch als Teil davon zu fühlen.
00:20:29: also Das war nicht so ein richtig gutes Match, sagen wir mal.
00:20:35: Ich glaube hätte ich jemand anderen mitgebracht als erstes wäre das vielleicht auch nochmal anders gewesen aber die waren jetzt meine Eltern und meine erste Freundinnen.
00:20:47: die hätten sich jetzt gegenseitig nicht ausgesucht sagen wir es mal so.
00:20:54: Aber
00:20:55: ich habe mich gerade gefragt ob das so in deinem Datingprozess denn ist.
00:21:01: jetzt mal, wenn man da sagt ich bin Fahrerin.
00:21:05: Ja
00:21:05: sind da oder hattest du da jemals das Gefühl die Reaktion noch aufsand auch ein bisschen?
00:21:10: Oder dass die Leute zumindest irgendwie da erstmal schuppen oder so?
00:21:12: weil also Ich auch ja irgendwie in einem sehr queeren Freundeskreis und so und ich habe gerade kurz darüber nachgedacht wie es wäre wenn kaum eine von uns sagen würde ich hab bei Hinsch oder sonst was Mensch und die Person ist Fahrerin.
00:21:27: So ich persönlich finde das super, aber ich kann mir schon vorstellen dass einfach da ich das natürlich gerade vielleicht auch in der queeren Bubble oft leider auch Kirche eher negativ konjunktiert ist weil man natürlich auch so ein Ding hat von dieses gerade katholische Konstrukt lehnt uns auf eine Art leider extremst ab und in vielen Seiten so Ja, deswegen habe ich keinen Bericht bei mir die Frage gehabt.
00:21:53: Wie nehmen Leute das auf wenn sie hören dass du da so drinnen arbeitest?
00:22:00: Ja also hab' ich ja vorhin schon mal kurz gesagt meinen Trick war die ersten Menschen den ersten Frauen nicht gedacht hat.
00:22:07: Alles Theorien.
00:22:08: Drei Stück an der Zahl.
00:22:13: Das war leichtes Spiel.
00:22:16: Das war nicht so, für die war das nicht so cringe.
00:22:20: Und ich hatte noch mal ... Mein Datingleben begann eigentlich erst im Jahr zwanzig-einen-zwanzig.
00:22:26: Da hatte ich ein wildes Jahr und da hab' ich auf so paar Plattformen angemeldet und so... Da ist mir schon passiert, dann habe ich zum Beispiel bei OkayCupid angemelt und wenn ich einen Mensch hat, in Deutschland ist es ja sehr normal, dass man als Erstes fragt, muss man's berufen?
00:22:42: Und dann hab ich versucht, was möglichst langweilig ist aus meinem Job zu machen.
00:22:47: Dann haben wir mal geschrieben, ich bin Beamten im Sozialen Bereich und da hat niemand nachgefragt.
00:22:54: Das war super hilfreich.
00:22:55: Ich dachte irgendwie so ... Im ersten Chat-Verlauf ist es irgendwie ein bisschen cringe und man kommt auch sofort in eine ... Also die Leute bringen krasse Bilder mit und da wollte ich nicht durch angeguckt werden und ich wollte erst mal fühlen und gucken Genau, also ja das war schon komisch und ich habe schon den Queraszene auch im tätigen Kontext schon aus.
00:23:20: so sehr ordentliche Anfragen sag' ich jetzt mal erlebt an die Vereinbarkeit.
00:23:27: Aber ich finde, ob ich mir das persönlich ziehen muss weiß ich nicht.
00:23:33: aber auf einer... Ich bin ja nunmal auch eine stelle Stellvertreterin für dieses kirchliche System Und ich finde, dass sich an der Stelle auch eine Mitverantwortung trage, mich damit auseinanderzusetzen.
00:23:46: Die Anfragen der Leute kommen ja nicht aus Gehessigkeit sondern auch gut begründet.
00:23:52: also die christlichen Kirchen haben einfach einen massiven Schaden in der queeren Community verübt und tun das an vielen Stellen.
00:23:59: bis heute.
00:24:01: Also nur weil man sie nicht mehr mit Missgadeln vom Hofjagd haben wir immer noch keine queerfreundliche Kirche.
00:24:06: Das ist ja auch ein Gap.
00:24:08: In der Evangelischen Kirche gibt's jetzt schon so eine relativ großen Common Sense von Queersign ist okay, aber trotzdem sind queere Lebensrealitäten an vielen kirchlichen Orten immer noch überhaupt nicht sichtbar und nicht mit eingeführt.
00:24:25: Also keine Ahnung.
00:24:26: es gibt selbst hier in Köln glaube ich viele Kirchen gemeinten.
00:24:29: wenn man da ein Formular für die Traum oder für ne Taufe ausfüllt werden da Vater und Mutter oder Mann und Frau stehen Und das fängt ja mit so kleinen Dingen an.
00:24:39: Also insofern, finde ich ist es auch legitim, dass Leute Anfragen haben und sagen, sag mal wie geht das zusammen?
00:24:46: Und warum arbeitest du für einen Verein der die Rechte unserer Community so stark infrage stellt?
00:24:52: also finde ich is auch legitim und auch eine Debatte der ich mich bis zum gewissen Grad auch aussetze.
00:24:58: Also zumindest wenn sie aus Korean-Kreisen kommt von dem was... Du, Jenny erzählt hast auch so Fundy-Kreisen.
00:25:04: Da hab ich ehrlich gesagt nicht so Bock.
00:25:06: Das versuche ich anderen machen zu lassen.
00:25:09: Ich finde das ein guter Alliedjob sein kann.
00:25:13: Dani auseinandersägt zumzugehen aber alles was aus queerer Community kommt würde ich sagen ja da finde ich habe eine Verantwortung als Kirchenvertreterin quasi Redanantwort zu stehen und mich zu positionieren.
00:25:26: Und Entschuldigung zu sagen.
00:25:29: Wie ging das dann bei dir weiter, als du dein Examin in der Tasche hattest?
00:25:33: Hast du für dich schnell die Gemeinde gefunden, wo du gut andocken konntest?
00:25:38: oder wie war denn so für dich der nächste Schritt.
00:25:41: Ja, Pfarrerin werden ist ein sehr langer Weg gemacht.
00:25:45: nach dem Studium macht man eine praktische Ausbildungsphase geht zweieinhalb Jahre Das nennt sich Vicariat, das ist sowas wie das Refkandariat bei Lehrerinnen und Juristinnen Und von der Landeskirche wird man geschickt an einen Ort.
00:26:00: Ich hatte schon so ein bisschen geguckt, dass ich an einen guten Ort geschickt werde und es hat mich nach Höcht verschlagen!
00:26:08: Die meisten sagen ja Köln-Hürft aber Höcht ist ja zum reinen Erftkreis also ein Kölner Vorort... ...und ich hatte da vorher schon Connections zur Gemeinde und wusste es gibt nicht viele, aber paar queere Menschen und es gibt einen Ort, der dafür eine Offenheit hat.
00:26:23: Genau, und da hab ich diese Ausbildungsphase gemacht.
00:26:25: Und dann lernt man beerdigen und Gottesdienste machen ... Kinder-Kirchenarbeit und jetzt beim Senior in Kaffee.
00:26:33: Genau was so alles dazugehört.
00:26:34: Ich bin mit meiner damaligen Freundin tatsächlich auch an die Gemeinde gezogen... ...und hab da mal eine gute Zeit gehabt.
00:26:41: also Queerness war da jetzt eigentlich kein Thema.
00:26:45: Ein gutem wem schlechten?
00:26:47: So würde ich sagen.
00:26:49: Wir konnten da gut durchs Leinen ohne dass das... Also ich habe zumindest nicht erlebt irgendwie eine Reibung erzeugt.
00:26:56: Jetzt bin ich natürlich auch hier in der Kölner Bubble geblieben, das ist jetzt auch auf dem Land kann man da nochmal ganz andere Erfahrungen machen.
00:27:02: aber es ist eigentlich bis heute so dass sich das Gefühl habe meine Kölnis für meine kirchlichen Bezüge hab' ich nicht den Eindruck, dass mir das Steine in den Weg legt.
00:27:12: Das sind mal die große Sorge meiner Oma, dass ich selbst einen Job dadurch schwerer hab weiß ich jetzt nicht.
00:27:17: Also ich hab's nicht erlebt.
00:27:19: vielleicht machen die Leute das gut hinter meinem Drücken.
00:27:22: Bisher hab ich das Gefühl, gibt es da keine so sehr offensiven Anfeinden.
00:27:27: Ja auch.
00:27:28: Schön!
00:27:29: Ja, finde ich auch.
00:27:29: Das ist aber nicht gut für dich.
00:27:31: Hast du gerade noch so gemacht?
00:27:33: Nee, nee.
00:27:35: Ach, nee... Weiter.
00:27:39: Nach dem Vicariat, wie ging es dann für dich weiter?
00:27:42: Also hast du dann bewusst entschieden erst mal aus Tötow wieder wegzugehen und etwas anderes zu suchen.
00:27:48: oder was war für dich der nächste
00:27:50: Weg?
00:27:52: Ja, das ist vielleicht so ein bisschen speziell wenn man in einem geistlichen Amt ist.
00:27:58: Weil es nicht nur eine Frage nach was jetzt für meine Karriere der hilfreiche nächste Schritt ist sondern weil es ja irgendwie auch so ne Stimme nach innen gibt die guckt zu was ist mein Auftrag wozu bin ich berufen?
00:28:10: Das klingt sehr pathetisch und trotzdem würde ich sagen gibt's auch so einen Gefühl von mir.
00:28:14: so dass ist der Ort Und da würde ich sagen, kam mir so ein guter Schritt entgegen.
00:28:20: Nämlich in Köln-Mühleim gab es einen Projekt, das ist damals Beimeister.
00:28:24: Davon hatte ich schon mal gehört und hat da viele ausgestreckt.
00:28:27: Verrückterweise haben die auch so viele in meine Richtung ausgestrickt.
00:28:30: Es ist quasi ein kirchlicher Ort der konkret für Mühleimen und Menschen um die Dreißig, die nicht mit Kirche verbunden sind fragt was braucht's eigentlich für eine Form von Spiritualität Gemeinschaft gutem Leben?
00:28:44: das relevant ist für diese Zielgruppe und für dieses Milieu.
00:28:49: Und die Beamers hatten damals so ein kleines Ladenlokal, und so'n altes schickes fünftiger Jahre-Sofa, dass sie regelmäßig an Reihen geschleppt haben, den sehr guten Kaffee aufgebrüht, bisschen auch als Gegenprogramm zu dieser Gemeindehausplöre, die man an vielen kirchlichen Orten aus diesen großen Pumptermuskannen bekommt... Genau!
00:29:09: ...und haben da noch mal ganz neue Form von Spiritualität und Gemeinschaft miteinander erkundet und mit dem Fehl gemeinsam erkundete, die quasi für Leute auf einmal eine Relevanz bekommen haben.
00:29:21: Die sonst Kirche nicht mehr als relevant erlebt haben.
00:29:23: Und das war für mich ein total spannender Ort und auch ne Antwort nicht nur auf so'ne Frage vom beruflicher Perspektive sondern auch auf meine eigenes beteuere Suche.
00:29:32: also weil ich auch gemerkt habe Ich glaube irgendwie daran dass meine Gaben in diesem Beruf gut leuchten können und dass es auch meiner Aufgabe ist.
00:29:44: Mit dem, wie Kirche aussieht und mit der Sprache, die sie benutzt.
00:29:48: Und mit den Formen in der sie agiert war ich halt auch nicht zu Hause.
00:29:53: also wenn ich sonntags frei hatte bin jetzt nicht irgendwo ein Gottesdienst gegangen sondern keine Ahnung mit dem Hund um See gelatscht und
00:30:02: das
00:30:02: war vielleicht für mich heiliger als dass was sich am Sonntagmorgen in irgendeiner Kirche erlebt hätte.
00:30:07: Also ich habe gemerkt es ist nicht so Dass ich so mein meine geistige Heimat, geistliche Heimat auch noch nicht so richtig gefunden hatte.
00:30:18: Und das für mich total treu war ein Ort zu haben, wo ich zum einen das mit Menschen zusammen entwickeln kann und gleichzeitig aber auch selber gucke ... Was bedeutet Spiritualität eigentlich?
00:30:28: Für mich
00:30:29: ist es
00:30:30: in der Ausbildung angeklungen, aber doch halt auch sehr in den gängigen Formen von Gottesdienst-, Kirchenmusik
00:30:37: usw.,
00:30:38: darüber hinaus.
00:30:40: Das war quasi meine Eigenleistung und dann bin ich in Mühlheim angedockt.
00:30:45: Das schönste Fehl vom Köln hat einen wunderbaren Ausblick auf den Dom, aber das ist nicht das Schönste an Mühlheim, sondern vor allem die Menschen, die da leben.
00:30:52: Es gibt eine große Community von Menschen hier in so einem eher expeditiven Milieu sind, die eher im unkonventionellen Lebens entwürfen sind Genau, und da fühle ich mich sehr zu Hause und sehr wohl.
00:31:06: Und im Sommer richte Mühlen haben immer ein bisschen nach Gras schon vor der Legalisierung.
00:31:12: Da fühlt man sich direkt
00:31:13: bis sie will Urlaub!
00:31:16: Dann auch mit Blick auf die Drei.
00:31:17: Ja
00:31:18: es ist einfach.
00:31:20: Ehrlich?
00:31:21: Ja und damit schätze ich zur Hause.
00:31:23: Schön Voll toll.
00:31:24: Ich find's doch grad das schön, was du gesagt hast auf deiner eigenen Suche, dass so manchmal auch diese Waldspazinger beispielsweise mit den Hunden die hat dann auch so ein Gefühl von Angekommen und Spiritualität und Herrlichkeit wenn man es in der Möchter gegeben haben weil das geht uns würde ich sagen ja auch irgendwo ein bisschen ähnlich ne?
00:31:39: Das wäre auch manchmal so ein Gefühle von haja gut jetzt Sonntagszehn Uhr könnte man ja mal irgendwo wieder hin Dann aber vielleicht manchmal doch bei dir eher Fußball ansteht oder dass ich mich um das Pferd kümmere Und für mich persönlich gesprochen aufmerke, diese Momente auch im Wald mit dem Pferd.
00:31:57: Da hab ich ganz oft sein Gefühl von da fühlte mich mir jetzt gerade so richtig im Einklang mit allem gefühlt und sicherlich kann man das vielleicht irgendwo auch in einem Gottesdienst oder so finden oder auch in anderen kechlichen Aktionen.
00:32:09: aber ich find's total schön dass du es grad gesagt hast was es auch für dich manchmal war oder ist weil das merke ich für mich irgendwo auch, dass es grade so auch in der Natur solche Momente sind irgendwo.
00:32:20: Ich finde auch, und das ist irgendwie was, was ich sehr schade finde.
00:32:22: Aber man auch zum Teil Gottesdienst leider einfach nach wie vor mit so sehr trocken altbackend... Also fände ich mich an ein paar Gottesdienste auch noch bei uns früher in der Retterwerden halt wirklich dann so Die Kirchenlieder von Dreizehn Uhr hat irgendetwas gesungen, wo ich die Hälfte der Worte nicht verstehe.
00:32:41: Sei froh!
00:32:42: Also ja...
00:32:42: Die Texte von Kirchenliedern sind wirklich abgrund.
00:32:46: Es ist ganz schlimm.
00:32:46: Seid froh wenn du es nicht verstehst.
00:32:49: So komplett und dann weiß sie nicht wird das so sehr stumpf.
00:32:54: so lasst uns beten und dann ist es weiß ich nicht also nicht so So ein Gefühl von, oh Mensch da geh ich dann am Ende raus und weiß nicht.
00:33:01: Ich hab das Gefühl hier habe ich jetzt gerade viel mitgenommen oder so.
00:33:04: Das war glaube ich für mich dann wenn man hier konformantin war musste mein glaub ich irgendwie was war das alle zwei Wochen?
00:33:09: Oder so mal dann Sonntags in die Kirche.
00:33:11: das hatte halt richtig so'n okay danke abgehakt.
00:33:14: jetzt aber auch etwas anderes.
00:33:15: und dass bin ich glaube ich auf eine Art super schade weil ich hab in USA studiert und war da auch mit einer Freundin zum Teil mit in ihrer Kirche.
00:33:24: Das war schon noch eher freikächtig aufgedeckt.
00:33:27: Das ist bei den Amis eh auch mal ein größteres Ding, aber die haben das halt wirklich cool aufgezogen.
00:33:33: Da konnte man vorne einen Kaffee kriegen und dann bist du mit dem To-go-Böcher da reingegangen.
00:33:38: Das war jetzt auch keineswegs sehr kräftig aufgebaut.
00:33:42: Es gab vorne eine Bühne mit einer Leinwand hinter der wurde der Liedtext dranprojiziert es gab ne Band und irgendwie auch gefühlt über so ... Alltägliche Dinge gesprochen und da hatte ich dann echt ... Da war ich jetzt auch nicht regelmäßig mit, aber schon jedes Mal das Gefühl, da ist man rausgegangen.
00:33:58: Ich hatte so ein Gefühl vom Mensch, dass hat mich hier was gegeben oder es ist ein sehr schöner Ort.
00:34:03: Und ich glaube, den finde ich manchmal hier... Nicht!
00:34:08: Also in Köln doch ehrlicherweise noch nicht groß danach gesucht?
00:34:11: Aber irgendwie ist hier meine Assoziation mit Gottesdienst einfach nach wie vor sehr altbacken stumpf.
00:34:21: Aber würdest du sagen, dass du manchmal so spiritueller Momente hast?
00:34:26: Das glaube ich schon.
00:34:27: Also im Alltag auf jeden Fall... Wie
00:34:29: machst du?
00:34:29: teilen was das freisetzt?
00:34:31: Boah!
00:34:31: Ist ja auch superpersönlich.
00:34:33: Ja, ne voll.
00:34:36: Ich glaube vielleicht auch dieses klassische Spazierengehen-Ding.
00:34:41: Ich habe das manchmal vielleicht aber auch einfach in besonderen Momenten oder so.
00:34:48: Habe ich aber vielleicht so konkret noch gar nicht darüber nachgedacht, wo ich das so richtig aktiv war?
00:34:54: Aber ich glaube es ist manchmal auch irgendwie einfach so ein allgemeines Grundsatzgefühl.
00:34:59: Ich würde sagen.
00:35:00: Aber du musst doch auch so super viel Sport, oder?
00:35:02: Also ich glaube immer das wo wir super viel Zeit investieren und wo wir uns quasi wie wir unsere Freizeit verbringen... Das ist ja was es irgendwie auch etwas zurück gibt und wo was für uns passiert, was ein Mehrwert hat.
00:35:15: Also finde ich zum Beispiel eine spannende Frage also hast Du auch in so einer Form von Sport, Bewegung, Team.
00:35:23: Keine Ahnung da stecken ja ganz viele Dimensionen drin.
00:35:25: ist das was für dich vielleicht auch eine spirituelle Dimension haben könnte?
00:35:29: Also dem so nachzuforschen das finde ich auf jeden Fall super spannende Freie.
00:35:32: Voll
00:35:33: voll!
00:35:33: Auch da muss ich glaube ich echt sagen habe ich so konkret noch gar nicht darüber nachgedacht.
00:35:37: also oder mich nicht so hinterfragen wie fände das vielleicht eine spirituelle Art und Weise?
00:35:43: es war natürlich gerade bei uns auch im Verein ist das schon noch einfach.
00:35:48: ne sehr Schöne Community, würde ich sagen.
00:35:51: Wir sind drei Darmannschaften und so.
00:35:53: Dann wird der Sonntag, wenn alle drei hintereinander spielen, auch noch mal ein Kaltgetränk getrunken.
00:35:58: Es hat auf jeden Fall einen sehr gemeinschaftlichen Charakter, würd' ich sagen?
00:36:03: Spezifisch
00:36:03: Gottesdienst!
00:36:04: Auf unserer Art und Weise.
00:36:06: Da wird dann nach und nach ein schlechtes Heißgetränkt zusammengetrunken... Aber ja das sind diese Formen.
00:36:12: Im Prinzip ist das was wir Menschen brauchen, wonach wir eine Sehnsucht haben nach einer Form von Gemeinschaft nach einer Form von Sinnhaftigkeit und das wir was erleben, was uns guttut.
00:36:22: Was irgendwas reinigt oder klärt oder sortiert so na?
00:36:26: Und für die einen ist es irgendwie eine Form von Gottesdienst glaube ich ist einfach sehr abstrakt geworden in seiner Ausprägung.
00:36:34: Ich glaub früher war das auch noch mal etwas anderes wo sich die Leute im kleinen Haus kreisen.
00:36:37: also wenn wir mit den ganz frühen Gemeinden gucken haben die Leute sich zu Hause getroffen und haben das in ihren... Zimmern und Wohnungen und Häusern gemacht, so.
00:36:45: Das ist ja eine ganz andere Form als diese abstrakte Geschichte.
00:36:48: von vorne steht jemand in schwarz und irgendwas zwischen zwölf und zweihundert Leuten hören zu.
00:36:56: Und aber da reinzugehen und zu gucken okay was sind eigentlich Formen die mir gut tun oder wofür mich etwas passiert?
00:37:02: Was eine Relevanz hat?
00:37:05: Also ich fände jetzt zum Beispiel spannend, wie für dich zu gucken gibt es eine Form von religiösem Erlebnis auch in dem was du so im Sport erlebst und dafür bietet ja Kirche an den meisten Orten überhaupt keine Erfahrungsprobleme.
00:37:17: Ja das ist auch voll schön was sie dann auch macht so wer's sogar beschrieben hast so hey wir bringen mal einfach ne Couch nach draußen und ein Kaffee und da können sich auch Leute irgendwo treffen Und auch so ein bisschen proaktiv quasi auf die Leute zuzugehen, weil ich glaube für viele ist auch dieser Ortkirche.
00:37:31: Da manchmal schon so'n Übel was soll ich denn da?
00:37:34: Aber zu sagen hey wir kommen mal nach draußen und quatschen noch einfach mal oder fragen euch wie du gerade beschrieben hast.
00:37:39: Was bräuchstet ihr denn?
00:37:42: Ist ja auch für mich super wertvoll!
00:37:44: Ja und damit sind wir total gut auf Jesu Spuren.
00:37:46: also das mit dem Sofa ist schon lange her.
00:37:48: Das Sofa gibt's noch aber wir tragen es nicht mehr rein.
00:37:50: Wir haben inzwischen neue Formen gefunden.
00:37:52: also damals haben die Projektgründerinnen angefangen.
00:37:55: Das war im Jahr zwanzig fünfzehn, ich bin zwanzigszwanzig mit eingestehen und wir haben jetzt noch mal einen neuen Namen.
00:38:00: Er heißt nicht mehr Beimeister sondern Mythopia für Mühleim und die Utopien, die da Raum brauchen.
00:38:07: Und die Formen haben sich so ein bisschen verändert wie sie sich den Menschen in Mühlem verändert haben in den letzten zwölf Jahren.
00:38:14: aber Jesus hat damals schon dem Menschen gefragt was willst du das ich dir tue?
00:38:19: Und in dieser Haltung versuchen wir, unterwegs zu sein.
00:38:21: Also nicht zu sagen so okay jetzt habe ich dich einmal hier und jetzt kann ich dir super viel erzählen warum das Abend halt richtig wichtig ist in christlicher Tradition sondern wir versuchen eher eine hörende Haltung zu geben und zu fragen was brauchst du?
00:38:36: Was braucht dieser Ort?
00:38:37: Was brauchen die Menschen, die hier leben und was dient ihr eigentlich um dich zu verbinden mit dir selber und mit dem Menschen um dich herum und mit den Heiligen was uns durchzieht?
00:38:45: So weil dass das ist worin wir glauben, vom Heiligen von Gott berührt sind.
00:38:52: Und ich glaube, dass wir an ganz vielen Stellen aber verlernt haben das wahrzunehmen oder frei zu legen.
00:39:00: Weil die Formen, die wir dafür im Kopf haben so aufs Trakt sind und vielleicht irgendwas mit Gottesdiensten zu tun haben in ihrer klassischen Form.
00:39:08: Das glaub' ich für die allermeisten Menschen gar nicht stimmig ist.
00:39:10: sonst wären da mehr als zwölf.
00:39:14: Ja total!
00:39:15: Und auch so dieses Gefühl von, hey du darfst das sein wie du bist.
00:39:18: Und das war ich nämlich ganz spannend.
00:39:19: Ich war damals in Neuseeland bei einer Gastmutter, die war Pastorin an der Freikirche.
00:39:28: Die sind quasi ein Ableger von Hilzungen und da hatte ich nämlich erst auch total das Gefühl von oh, ist ja toll!
00:39:35: Und auch Big Slogan sei wie Du bist, komm wie Du bis... Gemeinschaft danach noch was trinken, als easy cool chillig.
00:39:43: Dann kam aber doch immer mehr auch dieses naja.
00:39:45: Aber so und so bitte nicht und doch sehr klare Regeln oder Ideale wie man dann aber sein sollte.
00:39:53: idealerweise Und das finde ich nämlich auch dann irgendwo schade weil erst mal war es total cool So dieses hey Musikband
00:40:02: Bäm bäm bämm
00:40:03: Ja.
00:40:03: aber da habe ich doch auch gemerkt dass ist kein que freundlicher ort oder das war ganz klar Ja, kein Sex von der Ehe.
00:40:09: Also das war schon deutlich dann irgendwann spürbar was die einem aber auch sehr deutlich vermitteln wollten.
00:40:16: Das fand ich dann irgendwie auch schade weil es war nicht dieses komische Video bist.
00:40:19: Von daher
00:40:21: ist
00:40:21: das natürlich auch nochmal so.
00:40:21: Das ist religiös immer ein bisschen tricky finde ich ist auch eine spannende Beobachtung dass Gemeinden oder die kirchlichen Orte, die so sehr piefig und traditionell aussehen.
00:40:33: Meistens theologisch eine relativ große Weite haben also in der klassischen Gegengemeinde, die aussieht wie neunzehnzeinzebzig.
00:40:41: seitdem ist nichts mehr passiert.
00:40:43: Da hat man meistens zumindest in diesem breiten Graden als gleich geschlechtliches Paar wenn man da getraut werden will keine großen Vorbehalte zu befürchten.
00:40:51: Die haben meistens Theologische große Offenheit und Weite.
00:40:54: Die kirchlichen Orte, die nach außen so sehr modern sind.
00:40:57: Also du hast vorhin Hilfshorn genannt, die finden ja gar nicht in Kirchenstadt sondern eher in Eventlocations und es ist eher wie ein Konzert und es gibt irgendwie an der Tür Leute, die dich willkommen heißen und du fühlst dich irgendwie total gesehen und du kannst mitmachen und partizipieren und das hat sowas... Es hat sowas, wo ich denke so ja nice.
00:41:17: Da kann ich nächste Woche meine Freunde mitbringen ohne dass es teinlich ist.
00:41:20: Gemeinden die so aussehen nicht alle bis sie wie mit Männern nicht alle
00:41:25: viele
00:41:26: aber viele haben theologisch sehr konservative Ansichten und dieses moderne Erscheinungsbild lässt uns manchmal meinen das die auch in ihrer theologischen Haltung modern werden.
00:41:40: es ist aber meistens genau das Gegenteil.
00:41:45: Wenig finde ich kirchliche Orte, die schaffen ein modernes Erscheinungsbild, moderne Ausdrucksform mit einer liberalen Theologie zu verknüpfen.
00:41:56: Also wenn ihr Orte kennt, lebe Schwestis
00:42:01: schreibt!
00:42:02: Weil ich suche danach ... Die sind sehr ragesäht.
00:42:06: Meistens hat man so ein sehr schnödes traditionelles Erscheinungspil und eine liberale Theologie.
00:42:11: Oder
00:42:12: man hat ein sehr modernes Erscheinungsbild und eine sehr konservative Theologie, in der genau das passiert was du vorhin beschrieben hast.
00:42:18: Nämlich es gibt erstmal sowas sehr vereinnahendes Und dann gibt es sehr klare Regeln und Abgrenzungen und Ausgrenzung und wenn man da nicht reinpasst Dann kann man nicht mitmachen beziehungsweise dann wird ja oft mit so einem Schuld- und Sündenbegriff gearbeitet dass Man sich schlecht fühlt und man betet dass man sich verändert.
00:42:35: Dann sind wir sehr schnell bei Konversionstherapien und was weiß ich, was eben in diesen Zirkeln auch noch sehr breit praktiziert wird.
00:42:41: Und das ist einfach richtig, richtig schlimm.
00:42:44: Hast
00:42:45: du eine Idee oder irgendwie Erfahrung?
00:42:48: Woran das liegt?
00:42:50: also weil... Ich finde rein oberflächlich betrachtet würde man ja denken da ist so ne vermeidlich
00:42:56: Hippe
00:42:57: moderne Kirche, die vielleicht auch so ein bisschen in der Hinsicht verstanden haben wie man jüngere Leute mehr wieder für sowas irgendwie begeistert bekommt.
00:43:07: Wie passt es dann?
00:43:09: oder woran könnte es irgendwie liegen dass die dann wirklich vermeintlich eigentlich die viel konservativeren sind?
00:43:14: Oder die mit irgendwie viel drastischeren Einsichten?
00:43:19: Ich versuch das mal so, bis sie... Wir sind ja hier kein Theologieblocker.
00:43:22: Versucht es mal so bisschen runterzubrechen.
00:43:25: also man kann im Prinzip sagen in diesen konservativen Theologien da gehen Menschen ja davon aus dass wenn man nicht mit Jesus aktiv verbunden ist Dass man dann im ewigen Höllenfeuerschmord Darin glaube ich jetzt zum Beispiel nicht So.
00:43:45: aber wenn man daran glaubt dann gehört das auch zum eigenen Auftrag, dass man sagt ich muss möglichst viele Menschen davon überzeugen.
00:43:53: Dass sie sich mit Jesus verbinden weil es dient auch mir, dass ich nicht im Heueltfeierschmorel wenn ich möglichst viele zum Herrn Jesus und zu Gott irgendwie geführt habe und damit verbunden hab.
00:44:06: Also da gibt es wie so ein Payback-Konto, so ein innerliches Und daraus muss man einzahlen damit man irgendwie am Ende doch auf der richtigen Seite steht.
00:44:18: Also es ist im Prinzip und daraus entsteht so ein missionarisches Grundverständnis, das heißt es geht um eine Form von Maximierung.
00:44:24: also ich muss möglichst viele Menschen erreichen weil ansonsten ist für die richtig schlimm und es ist auch mein Auftrag irgendwie von Jesus zu erzählen.
00:44:31: wir sind in so einer verkündigenden Idee Und wenn man jetzt natürlich versucht, möglichst viele Menschen zu erreichen.
00:44:37: Dann überlegt man ja auch okay wie kann ich das gut tun?
00:44:39: und dann merken die auch Aha!
00:44:41: Wenn wir großer Gott will um dich singen und schlechten Kaffee anwiesen und eine hässliche Kirche und Sonntagsmorgen um zehn wo alle noch schlafen oder auf dem Fußballplatz oder mit einem Pferd im Walzen Das ist irgendwie nicht so die beste Zeit.
00:44:53: Dann Überlegen sie sich konkreter was brauchen denn eigentlich Leute?
00:44:56: Die wir erreichen wollen?
00:44:57: Was ist denn eine gute zeit?
00:44:58: Was ist der eine gute Ausdrucksform?
00:45:03: Und das ist ja erst mal ein guter Gedanke.
00:45:05: Also zu gucken, was braucht eigentlich Celine damit sie irgendwie gut sich hier öffnen kann oder auch etwas einlassen kann, damit wir gut mit ihr sein können?
00:45:17: Bis dahin gehe ich mit.
00:45:20: Aber man muss den Menschen natürlich am Ende die Freiheit überlassen, ob sie das wollen oder nicht und ich finde auch, man muss in einem Austausch sein.
00:45:28: also ich habe nicht mehr Wahrheit als jeder andere Mensch auf dieser Erde.
00:45:32: was Wissen über Gott angeht so Ich weiß nicht mehr als du oder du oder die Leute dich in der KVB treffe so ne?
00:45:41: Und damit glaube Da gibt es, glaube ich, theologisch unterschiedliche Deutungen.
00:45:47: Es gibt schon Leute die würden sagen, ich weiß deutlich mehr über Gott und ich weiß auch wie man das machen muss damit man am Ende nicht im Höllenfeuerschmord.
00:45:54: So, das ist glaube ich dieser ganze missionarische Bereich Und wir bei MinTopia sind auch ein missionarisches Projekt.
00:46:00: Wir grenzen uns aber von dieser Idee ab von, wir müssen die Leute kriegen sonst schmoren sie im Höllefeuer und ich vielleicht gleich mit, wenn ich's nicht gut genug mache.
00:46:09: Sondern wir sagen, dass was wir versuchen ist Räume zu öffnen wo Menschen vielleicht spirituelle aber auch gemeinschaftliche Erfahrungen machen können.
00:46:19: Und dann versuchen wir einen Raum dafür aufzumachen.
00:46:21: auch zu gucken kann darin eine spirituelle Begegnung Erfahrung liegen und wir sind in der Haltung das Wir davon auch etwas lernen also Das nicht nur wir ein Wissen weitergeben oder eine Tradition sondern das auch durch die menschen hindurch Wir in der Seite von Gott entdecken, die wir noch gar nicht kannten.
00:46:39: Genau und jetzt kann man sich fragen warum ist dieser ganze liberalere typologische Flügel?
00:46:45: Warum sind die so träge?
00:46:46: ich würde sagen hier in Köln passiert gerade viel dass sie auch ein bisschen in die Gänge kommen und merken so man muss sich bemühen das die Leute kommen.
00:46:54: aber gerade auch in Deutschland durch so einen Kirchensteuersystem und so wird die Einnahmen ja selbstverständlich jede Woche jeden Monat reingespült wurden sind die Küsten auf eine Weise auch bequem geworden, sich nicht mehr so stark nach außen zu wenden sondern ein bisschen in ihrer Suppe zu kochen.
00:47:12: Vielleicht so...
00:47:13: Voll!
00:47:14: Stimmt weil das ist ja bei diesem Freikächelchen oft dieses mit dem zehnten Teil und je mehr du da kriegst und vielleicht je mehr Du auch das schaffst, die Leute zu begeistern, dann ist natürlich noch ein anderer finanzialer.
00:47:27: Druck oder wie auch immer dahinter.
00:47:28: Ja, das muss man schon sagen.
00:47:30: also ich sag mal Hilfsung ist natürlich eine andere Dimension.
00:47:33: aber bei mir in Mülheim gibt es auch ne freie evangelische Gemeinde die theologisch eine große Weite mitbringen also diese bisschen die Ausnahme aus diesem ganzen freikirchlichen Kontext.
00:47:44: Also es gibt auch welche sich da theologischen nochmal anders emanzipiert haben und da die haben glaube Deutlich unter hundert Mitglieder, also keine Ahnung.
00:47:54: Ich weiß es jetzt nicht genau, aber vielleicht haben die Achtzig oder so?
00:47:58: Und dann muss man schon gucken mit Achtzig Leute Gebäude Personal und so weiter.
00:48:02: Es ist schon ist schon eine Hausnummer Also sind ganz andere Dimensionen als das was ich jetzt so aus diesem evangelisch-landeskirchlichen Bereich kenne Wo es Kirchensteuereinnahmen gibt.
00:48:13: Das sind ganz anderen Dimension.
00:48:15: Ja
00:48:15: ich habe mich gerade gefragt weil bei mir im Freundeskreis also waren wir zu meinem Krierenfreundeskreis.
00:48:22: Würde ich sagen, sind mal locker achtzig Prozent mittlerweile aus der Kirche ausgetreten oder spielen zumindest mit dem Gedanken aus der kirche auszutreten.
00:48:31: sicherlich einige auch weil sie wirklich sagen Ich hab damit einfach insgesamt nichts an Hut.
00:48:35: Ich glaube an kein Gott so dann kann ich mir das Geld auch sparen.
00:48:38: aber ich glaube schon auch bei einigen echt aus einem ja Frust oder auch aus am Ding heraus von warum soll ich Geld in eine Institution stecken die meine Rechte in einer gewissen Form auf jeden Fall einschränkt oder mich nicht akzeptiert, wieso ich bin.
00:48:55: Und da habe ich mich grad gefragt was du den Leuten irgendwie ja so entgegenbringen würdest?
00:49:02: Oder was weiß ich nicht.
00:49:03: also weil... Ich merke schon immer das wir reden da jetzt nicht tagtäglich drüber so.
00:49:07: aber wenn dann doch mal eine Diskussion aufkommt dass sich da schon manchmal gerne irgendwas sagen wollen würde, um die vielleicht doch davon zu überzeugen.
00:49:16: Dass das jetzt irgendwie auch alles ganz so schwarz und weiß vielleicht irgendwie ist und dass irgendwo hoff ich zumindestens auch einen Mehrwert irgendwo alles hat aber ich finde es super schwierig da irgendwie Argumente zu finden weil diese Leute sagen so
00:49:32: Ich
00:49:32: möchte kein Geld der katholischen Kirche so ungefähr geben gerade als queere Person ja irgendwo fair.
00:49:39: also
00:49:40: Ja, das würde ich glaube ich ungefähr auch so sagen.
00:49:43: Ich weiß nicht ob ich die perfekte Person bin da was zu entgegnen weil... Also wenn wir jetzt mal die queere Perspektive aus dem Vorlassen kann man sagen es gibt so Mitgliedschaftsstudien von der Evangelischen Kirche in Deutschland, die besagt dass fünf an gut Norden zehn Prozent der Kirchenmitglieder durch ihre kirchengemeindliche Arbeit erreicht wird.
00:50:01: also ist ich weiß nicht wie die Quoten im Fitnessstudios sind.
00:50:06: Ich vermute ungefähr ähnlich von Menschen, die zahlen und vom Menschen, der kommen.
00:50:11: Und so wie jedes Fitti darauf angewiesen ist das viele Zahlen, die nicht kommen sonst hätten sie nämlich gar nicht genug Kapazitäten sind ja auch Kirchengemeinden auf einer Weise darauf angemiesen dass viele Zahlen unwenig kommen.
00:50:24: es wäre schon jetzt noch Platz für ein paar mehr.
00:50:26: aber das ist ja also fünf bis maximal zehn Prozent der Mitglieder.
00:50:30: das muss man sich mal auf den Zimmern zergehen lassen.
00:50:33: da finde ich an Kirche in der letzten Jahrzehnten ihrer Hausaufgaben nicht ordentlich gemacht.
00:50:38: Und da denke ich so, ja wenn Menschen keinen Mehrwert mehr sehen sich zu engagieren oder sich involviert zu fühlen dann habe ich das Gefühl dass die Kirche gerade diese ruhen Austrittszahlen braucht um zu realisieren dass sie sich verändern muss.
00:50:52: gleichzeitig denke ich ist es natürlich kirche auch was?
00:50:58: Also, da muss man ja gucken.
00:50:59: Es gibt die einen, die haben Lust sich jede Woche in einem Kreis zu engagieren.
00:51:04: es gibt die anderen, die sagen also für mich ist total das Highlight Weihnachten bin ich immer mit vollem Eifer dabei und also da lasse ich nichts drauf kommen.
00:51:12: dann will ich auch da sitzen aber das restliche Jahr komme ich gut ohne aus.
00:51:15: und dann gibt's welche die sagen Ja wenns irgendwie Hochzeit und Traum Und was weiß ich?
00:51:22: Das sind mir irgendwie wichtige Feste und das will Ich auch da verbringen.
00:51:25: und Wenn's mir mal ein Gemeindefest gibt Dann komm' ich auch vorbei.
00:51:28: Und da gibt's schon Leute, die treten dann für jedes Kind.
00:51:31: Das getauft wird, treten sie dann ein und dann wieder aus.
00:51:34: Da denk ich mal hier so weiß ich jetzt nicht.
00:51:36: also Mitgliedschaft kann halt sehr unterschiedlich aussehen und da finde ich müssen Leute einfach für sich nochmal sinnvoll gucken.
00:51:42: das ist tatsächlich passt es für mich oder nicht?
00:51:45: Also kann ich vielleicht auch Mitglied bleiben ohne dass es jetzt Teil meiner Woche ist aber vielleicht einmal im Quartal und vielleicht ist es dann auch eine angemessene Sache auch Mitglieder zu bleiben.
00:51:56: Leute wirklich sagen und gerade auch mit einer quälen Geschichte, die tun nichts für mich.
00:52:04: Für Menschen um die dreißig, die jetzt nicht in so einem Familien-Kinderkontext unterwegs sind, stimmt das auch an?
00:52:13: Neun, neunzig, acht Prozent der Kirchengemeinden.
00:52:16: Es gibt kein Angebot!
00:52:17: Also es wird dann nochmal gesagt Ja gut aber die können ja bei uns auch im Chor mitsingen Ja und alle die da mitsingen sind aber siebzig plus.
00:52:25: Natürlich kann man auch mit neunzwanzig Mitglied werden, aber wer hat dazu Lust?
00:52:31: Und das ist auch völlig verständlich.
00:52:32: oder natürlich können alle in den Gottesdienst gehen.
00:52:35: Aber wenn wir mal streng gucken welche Zielgruppe es für den Gottes dienst im blick von der zeit Von der art der gestaltung von der sprache der texte von der musikalischen Auswahl Dann gibt es ein sehr klares milieu und dass sind in der regel hochaltrige hofer wundene Kirchenmenschen, meistens Frauen.
00:52:56: Das heißt die Ziegruppe, die du ansprichst, die kommt ja vielleicht mal vor wenn es irgendwo einmal im Jahr ein Taylor Swift Gottesdienst gibt.
00:53:04: Ja?
00:53:04: Vielleicht würden die da weiß man nicht aber für das eine Mal gehen die dann auch nicht.
00:53:09: also wenn sie das ganze Jahr denken die machen Sachen die mich nicht betreffen dann kommen die wahrscheinlich auch nicht zu der einen Sache.
00:53:15: Weiß man ich gibts so und so Kann das auf eine Weise verstehen, wenn man Mitglied ist und jeden Monat Geld zahlt.
00:53:21: Und sagt ich kriege einmal ein Quartal des Blättchen und ehrlich gesagt gibt es keine einzige Veranstaltung die mir Lust macht sie zu besuchen dann würde ich wahrscheinlich auch austreten.
00:53:35: Was würdest du dir da wünschen von der Kirche um eben genau diese Bewegung vielleicht ja zu stoppen wenn man das mal so sagen will?
00:53:44: Also im Moment habe ich das Gefühl, geht ja ein Großteil der Finanzressourcen.
00:53:52: Geht ja in diesen Teil diese fünf bis zehn Prozent die sich noch angesprochen führen zu spielen.
00:53:57: Das finde ich ist unverhältnismäßig wenn nicht das Gefühl.
00:54:00: aber also es sind jetzt wilde Zahlen aber ich sage irgendwie keine Ahnung.
00:54:03: Neunzig Prozent des Geldes fließt in fünf bis zehn Prozent der Mitglieder würde ich sagen gibt's einen Unverhältnis Und da wünsche ich mir, dass sich das verändert.
00:54:14: und dann gibt es auch erste Impulse.
00:54:16: Unser Projekt wird ja durch die Landeskirche aber auch durch den Kirchenkreis und die Kirchengemeinde vor Ort finanziert.
00:54:21: also da gibt's schon auch Strukturen, die sich bewegen und die sagen wir wollen irgendwie das ermöglichen und wir wollen Gelder nochmal anders verteilen.
00:54:29: Das bedeutet natürlich, wenn die anderen auch was kriegen sollen dann bekommen manche weniger.
00:54:34: Also Ressourcenverteilung muss einfach nochmal neu gedacht werden.
00:54:37: Ich will aber nicht immer nur über das Geld reden.
00:54:39: ich finde dass wir als evangelische Kirche uns noch mal fragen müssen wie kommen wir auch stärker nochmal in so eine geistliche Haltung?
00:54:47: also manchmal habe ich das Gefühl sind wir ja auch so ne sehr verkopfte Konfession.
00:54:54: Also bei den Katholiken zum Beispiel gibt es viel mehr Klimbimm, also die haben Weihrauch und da schält irgendwo ein Glöckchen!
00:55:03: Und einer hat jetzt so einen Hut auf und der andere hat so eine Stickerei am Umgang und dann gibt's nen heiligen Strang, da darf keiner dran, der ist aus Gold und da passiert was ganz Heiliges drin.
00:55:15: Da isst du richtig was los
00:55:17: ne?
00:55:19: Und jetzt finde ich auch manches davon, finde ich, theologisch Quatsch.
00:55:23: Und gleichzeitig würde ich sagen, bedeutet Religiösität ja immer auch an das Unverfügbare Glauben.
00:55:28: Also glauben, dass es Wunder gibt.
00:55:30: und
00:55:31: ob
00:55:31: das jetzt heißt, dass einer übers Wasser latscht?
00:55:34: Meine Wunder im Leben ereignen sich anders aber die erzählen trotzdem die gleiche Geschichte.
00:55:39: und ich glaube, dass wir in der evangelischen Kirche wieder lernen müssen und stärker mit dieser Idee des Wunders... zu befassen und dass es eben was Unverfügbares gibt.
00:55:50: Und, dass es diese geistliche Dimensionen gibt, das ist uns ein bisschen erpannten gekommen.
00:55:55: Das hat auch politisch und historisch gute Gründe ne?
00:55:58: Also gerade mit all dem was der Kirche ja im Zweiten Weltkrieg und im Dritten Reich passiert ist an Vereinahmen und wir erleben das ja grade wieder, Verbindung gibt von konservativ-christlichen Kreisen und AfD, also da verschmelzt eine rechte struktur und christliche fundamentalistische Strukturen gerade auch wieder stark ineinander.
00:56:18: Also das bedingt sich auch und daher kommt ja auch evangelisch diese ganz starke Besinnung auf das Wort und auf den Geist und auf so ne verkopfte Ebene.
00:56:28: Das hat auch ne Qualität!
00:56:31: Aber das andere braucht es eben auch, und das würde ich mir wünschen ist die Kirche dafür.
00:56:35: Also dass sie wieder mehr einen Wunder glaubt.
00:56:37: Schön!
00:56:38: Oh voll toll, ich freu ganz eure Karte.
00:56:41: Ja und gegen so ... also nicht per Sivairauch aber so ein Räucherstäbchen oder so für dich auch immer ganz gut?
00:56:47: Ich
00:56:47: freu
00:56:48: ja.
00:56:48: Das hab' ich gelernt in den letzten Jahren und das glaube ich ist eine Sache, die habe mich im Projekt entdeckt und bisschen auch so in meiner Partnerschaft für meine... Meine Freundin, also die findet Kirche einfach richtig bescheuert.
00:57:01: dass sie jetzt so bis sie weniger geworden, weil sie mich auch gut findet.
00:57:06: Und da das auch noch mal so Ding entdeckt hat und sagt halt okay es gibt Inseln die sind okay aber meine Freundin ist religiös für diese Sagen ist hier eine Wikingerin und ist in so ganz anderen spirituellen Ausdrucksfahren zu Hause.
00:57:20: also zum Beispiel Reuchert die auch?
00:57:23: Ich habe im Projekt auch ein paar Menschen kennengelernt, das glaube ich gerade ja auch so ein Ding ist von Reuchern.
00:57:29: christlich haben wir das ja also die katholiken machen es ja auch mit weihrauch und wenn man aber so in die ganz alte kirche zurückgeht dann gab's das christliche auch schon mal.
00:57:35: was haben wir so bis sie verloren?
00:57:37: deswegen kann man allen die jetzt heute sagen so ja reuchern das ist ein isoterischer scheiß so nee.
00:57:42: also es war auch mal.
00:57:43: es gab auch mal eine krass christliche anbindung an räuchertraditionen und dass zum beispiel glaube ich ist für super besonderes.
00:57:50: also ja ich habe das für mich gelernt Praktiziere das jetzt gelegentlich und finde, dass es tatsächlich was ganz Schönes ist.
00:57:59: Nicht nur immer zu reden sondern auch etwas zu machen und zu riechen und so.
00:58:03: Ja
00:58:03: also die anderen Sinne mit einzubinden.
00:58:06: Ich weiß noch bei uns aus der Brücke hatten wir eine Pastorin in der Gemeinde, in der wir konfirmiert wurden, die dann Klangschalen-Gottesdienste aufangeboten hat und ich weiß noch, da war damals ein bisschen Klangsschale.
00:58:16: aber eigentlich die Idee ist schön zu sagen hey vielleicht auch mal über Akustik und nicht, wie du sagst nur reden und zuhören.
00:58:24: Sondern auch spüren und hören.
00:58:26: Wie ja schön letztendlich!
00:58:27: Ja man kann mit Klangscheilen habe ich auch ein Projekt gelernt.
00:58:32: Eine Person ist so sehr intimate im Räuchern um die Klangstein Und von der zum Beispiel habe ich gelernt dass man Klangschalen auch auf so Körperstellen legen kann.
00:58:39: Wenn man die dann anschlägt gibt es halt einen Vibrationserlebnis auch im Körper.
00:58:43: also jetzt an Aber man kann sich das quasi so, keine Ahnung, auf dem Brustkorb oder so.
00:58:54: Und durch diese sehr feine Vibration macht es auch was mit dem ganzen Körper.
00:58:59: Also das öffnet auf jeden Fall was, auf was Verspannung angeht und ich glaube dass wir diese körperliche Dimension auch wieder viel stärker öffnen möchten.
00:59:06: Also ja, man kann ganz viele tolle Sachen machen
00:59:09: ohne dass wir jetzt da total tief
00:59:12: biebeltiologisch
00:59:14: reinsteigen.
00:59:15: Nur für mich persönlich, ich hoffe ja nicht, dass ich jemals wieder so ein Düsseldardate habe.
00:59:19: Weil ich auch nicht... Also... Ich war ja wirklich so ein bisschen lost in diesem.
00:59:23: Okay was sage ich denn jetzt?
00:59:25: Wie halte ich dagegen?
00:59:26: Was kann ich dann jetzt sagen so?
00:59:28: Hast du da irgendwie, ja blöd gesagt Tipps also oder wenn jetzt jemand dann sagt Ja, ich halte mich, ach so Bibel treu Aber ich lehne Homosexualität ab
00:59:39: So,
00:59:39: da kann man das gar nicht so zack mal eben
00:59:42: unterbischen.
00:59:43: Einz ist Lauf?
00:59:44: Gut!
00:59:47: Tip zwei, das Problem ist dass man argumentativ kommt.
00:59:51: Man im Prinzip da nicht raus weil es gibt natürlich Einschlägegesetze in der Bibel und Menschen die benutzen wollen benutzen sie und dann ist unerheblich ob Überhaupt das beschreibt, was wir heute mit einer homosexuellen Partnerschaft oder Homosexuelm Sex oder was auch immer verbinden.
01:00:09: Es ist zur damaligen Zeit als Bibel aufgeschrieben wurde und als diese Geschichten weitergegeben wurden war ja das gesamte Familiensystem ganz anders.
01:00:17: also keine Ahnung wenn... der Mann gestorben ist, dann hat die Frau mit dem Bruder des Mannes weitergelebt.
01:00:24: Diesen Lüberats-Ehe.
01:00:27: Das ist ja was wir heute jetzt auch nicht mehr praktizieren.
01:00:29: also weil nämlich Familie und dieses Ehesystem ganz andere Bedingungen hatte.
01:00:35: da ging es nicht um Romantik sondern ums Überleben und um Existenz.
01:00:38: das sind halt andere Bedenken.
01:00:41: Und aus so einer Perspektive macht auch Sinn dass Homosexualität nicht so super dienlich ist, weil es natürlich darum geht, dass man Kinder kriegt die dafür sorgen wenn man alt ist und so weiter.
01:00:50: Das ist aber was wir heute gar nicht mehr auf diese Weise brauchen.
01:00:53: Man kann sehr gut auch kinderlos alt werden zum Beispiel.
01:00:55: Also diese Systeme funktionieren einfach ganz anders.
01:00:58: Aber Menschen, die das benutzen wollen, sie benutzen das Und das kann man argumentativ im Prinzip am Ende nicht aushäbeln Weil Es zwei unterschiedliche Form sind auf die Bibel zu gucken.
01:01:08: also man kann So wie er sagte einen Bibeltreuer Gottes für richtiger Mensch.
01:01:13: Der sagt, ich halte mich an alles, was in der Bibel steht.
01:01:17: Da würde ich sagen, okay bedeutet das auch?
01:01:19: Dass du den nicht im Bad schneidest und in der Siebel steht nicht auf.
01:01:22: Dass man die Badkanten nicht schneiden darf.
01:01:24: Das steht auch, dass man keinen Mischgewähl betragen darf.
01:01:28: Keine Ahnung, trägst du nur hundert Prozent Baumwolle, hundert prozent Lein ... Also so!
01:01:33: Das sind ja auch alles Regeln.
01:01:35: Es steht auch , dass man kein Schweinefleisch essen darf.
01:01:37: Und ich glaube jetzt, die Vegetarier-Innenquote unter den Fundys ist relativ... Blow, über die nur Lamm und Rind essen.
01:01:45: Also da stehen ja viele Regeln drin ... Und die picken sich halt Einzelne von denen sie sagen.
01:01:50: An die muss man sich halten wie betreut zu sein.
01:01:52: Bei den anderen nehmen die das nicht so ernst weiß ich nicht genau.
01:01:57: Da würde ich sagen ist schon ein Hebel wo ich denke warum ist es eine für dich so relevant dass du quasi menschenfeindliche Ansichten vertrittst?
01:02:05: Warum ist es andere für dich nicht so relevant?
01:02:07: Das finde ich ist ne Rückfrage die man stellen kann aber im Prinzip kommt auf einer argumentativen Ebene da nicht raus.
01:02:15: Weil ich würde zum Beispiel sagen, Bibel ist ein Buch und dann sind viele Bücher die von Geschichten erzählen, die die Menschen mit Gott erlebt haben Und das haben sie in ihrer Sprachrunde, ihrer Form gemacht Und wir können in der Übertragung daraus Dinge für heute adaptieren.
01:02:30: Es gibt viele Bibelgeschichten, die mir sehr in meinen Alltag sprechen aber ich sitze halt nicht in irgendeinem selbst geklöppelten Holzboot auf dem See genätser Rätsel und trotzdem ist das was in der Geschichte passiert vielleicht erzählt was in mein Leben hinein das hier ganz anders ist.
01:02:44: Ich glaube in dieser Reise oder ich weiß in dieser Weise lese ich die Bibel und höre ich die.
01:02:51: Aber Menschen, die ein wörtliches Bibelverständnis vertreten haben halt... Die haben eine ganz andere Brille auf und da kommt man aus diesen zwei Universen.
01:02:59: Kommt man argumentativ nicht auf einen grünen Zweig?
01:03:02: Also das ist einfach schwer!
01:03:05: Ja okay, ja aber danke, das hilft mir.
01:03:08: also ich laufe dann einfach sofort und sonst frage ich nochmal woraus sei ich dein T-Shirt?
01:03:16: Und es ist vielleicht noch einen letzten Satz dazu Die Bibel ist ja auch in sich nicht konsistent.
01:03:23: Also, auch da alleine das erste und das zweite Testament vertreten auch ganz unterschiedliche Zugänge und unterschiedliche Regeln.
01:03:31: wenn wir uns jetzt auf diesen Regelkatalog irgendwie beschränken wollen also... Auch die Bibel wurde mit den Menschen gewachsen und hat sich verändert in den Schriften und Ansichten usw.. Ich glaube dass es einfach wissenschaftlich falsch ist die Bibels als Regelwerk in einer Eins-zu-Eins-Verständnis zu übernehmen.
01:03:53: Aber das kann man solchen Menschen sagen, dann sagen die, dass ist falsch.
01:03:57: und dann haben sie sieben tolle Bibel zitiert und das belegen.
01:04:01: Und dann kann man nur sagen ja you do you bye!
01:04:07: Das was mein Ansinn in all diesen Dingen ist... Die schmeißen einen halt auch immer mit so Zitaten voll, als würde das irgendwas wahrer machen was sie sagen.
01:04:20: Aber denen nicht die Deutungsurheit zu überlassen also... Die haben nicht das Recht zu sagen dass das was Sie machen gristlicher ist als das was ich mache.
01:04:30: Ja sehr stark!
01:04:30: Das finde ich ist etwas was ich nicht so gut halten kann.
01:04:35: Es gibt hier in Köln immer den tausend Kreuzemarsch.
01:04:39: Ich weiß nicht ob ihr davon gehört habt Das ist vor allem aus katholischen Kreisen so ein Fundimarsch, wo sich Abtreibungsgegner innen treffen.
01:04:51: Und die das auch sehr klar christlich... Also es ist quasi ein christlicher Aufmarsch gegen Schonwirtschaftsabbrüche und ich weiß dass viele Fahrpersonen in der Gegendemo dabei sind und ich wünsche mir manchmal mehr Sichtbarkeit.
01:05:06: Ich merke aber selber, ich habe mich schon mal gefragt ob ich im Talar oder im Kularhemd da mitgehen sollte.
01:05:12: Und ich merke, ich trau mich aber auch nicht so richtig in die Gegendemo, weil es dann natürlich auch eine große Vorbehalte gegenüber der Kirche gibt.
01:05:18: Aber ich finde wir müssen halt als Kirche auch in einer Gegenposition sichtbar sein und dürfen den Fundys nicht die Deutungshoheit überlassen.
01:05:26: oder über Schwangerschaftsabbruchs.
01:05:27: Es gibt eben auch viele, viele christliche Menschen, die da eine andere Haltung zu haben und da quasi einen differenzierteren Blick drauf haben.
01:05:36: ungefähr so Ja.
01:05:38: Aber es bleibt unbefriedigend am Ende?
01:05:40: Nee,
01:05:40: aber ja gerade so das Thema sichtbar laut sein, gegenhalten oder was ist das gegenhalten, also ich stimme total auch mit nicht die Deutungshoheit überlassen und ja... Also du hast recht, sag' ich dir sowieso nicht!
01:05:52: Aber nicht dieses achsoja.
01:05:53: gut wenn du das so siehst dann bist du wohl der Christ und nicht nicht.
01:05:57: ne.
01:05:57: Genau, der ist nicht der bessere Christ.
01:05:59: So nämlich.
01:06:00: Und das wird er dir wahrscheinlich trotzdem absprechen dass deine Position weniger christlich fundiert ist nicht annehmen.
01:06:08: Ja,
01:06:09: das ist wichtig!
01:06:12: Wie setzt dich denn jetzt eigentlich dein Deine Tätigkeit und Job zusammen?
01:06:17: Also wir haben ja gerade schon über Mythopia gesprochen.
01:06:20: Wo bist du noch aktiv und wo erreichst Du noch Menschen?
01:06:24: Ja, Farin ist ja so ein Amt also man ist ja auch Ferby-Amt.
01:06:29: Das heißt ich habe keine Arbeitszeitenregelung so ganz normal und das bedeutet man arbeitet immer ein bisschen, immer.
01:06:36: Also manchmal auch wenn man im Supermarkt ist oder auf der Hunde ründe.
01:06:39: aber es gibt natürlich so konkrete Einsatzstellen wo ich eingesetzt bin das eines mit Topia mit einer Heimstelle und ich arbeite jetzt seit einem Jahr in der JVA hier in Köln als Seelsorgerin und mach da... Ich find's immer doof zu sagen als Seel-Sorgerinnen aber es heißt Gefängnisseelsorge.
01:06:54: Ich empfinde mich da aber genauso als Gemeindefahrerin wie draußen auch.
01:06:57: also es nicht nur Seelsorge im Sinne von irgendwelchen schweren Gesprächen sondern auch Gemeinsames Leben, so gut das an einem Ort möglich ist.
01:07:06: Der nicht so viel Raum für Gemeinschaft lässt.
01:07:10: Hat ja schon auch ein sehr vereinzeltes Leben.
01:07:13: Genau.
01:07:15: Da arbeite ich auch noch.
01:07:15: Ja es sind zwei Arbeitsorte die auf eine Weise super gegensätzlich sind in ihren Formen.
01:07:22: Auch so familieux und im Projekt habe ich ne riesige Freiheit und im Gefängnis scheitert das zum Beispiel daran dass ich also wenn ich einen Lied abspielen will Da muss ich eine CD brennen, weil ich kann keinen Spotify auf meinem Dienstrechner öffnen und so.
01:07:42: Man darf keine Datenträger mit reinnehmen, deswegen kann man keinen MP-Dreiplayer oder sowas
01:07:47: z.B.,
01:07:48: also es scheidet manchmal super pragmatisch an.
01:07:50: Ich wollte zu Weihnachten heute Lichterketten mitnehmen, da ist aber ein Draht drin verboten.
01:07:55: Also das sind
01:07:57: so ...
01:07:58: Mini-Dinge, USB-Ladegerät verboten.
01:08:02: Wow!
01:08:02: Und so weiter und sofort.
01:08:03: Also ja genau spannende Erfahrungen auch für mich irgendwie jetzt so fünfzig Prozent meiner Arbeitszeit ohne Handy zu sein.
01:08:10: Man ist wenn ich in die JV AG schreibe meine Freundin immer so ich geh jetzt rein weil man einfach so in einem Paralleluniversum
01:08:18: ist Wahnsinn.
01:08:20: Ja, auf jeden Fall super vielseitig auch was du alles dann machst und
01:08:23: sehr... Ich kann nur für das Fahramt werben weil dieser Beruf einfach dafür ganz viele Möglichkeiten eröffnet zu gucken was in Form die zu mir passen.
01:08:33: also es ist ja sieht man jetzt vielleicht auch an meiner Stelle Konstellation.
01:08:37: Die allermeisten Pfarrer arbeiten natürlich in einer klassischen Kirchengemeinde aber eben auch nicht alle.
01:08:42: Es gibt irgendwie auch noch viel was man rechts und links machen kann.
01:08:45: und ich finde wenn man sich zum Beispiel Die Quere-Kirche hier in Köln anguckt, die ja so sehr entverbunden ist auch an einem Ort mit der Kirchengemeinde Deutsch.
01:08:54: Da sieht man auch noch mal was so gemeintlich auch mögliches an Veränderungen.
01:08:58: Also während diesem Kirchraum im letzten Jahr schonmal war weiß das fühlt sich ganz anders an als jeder andere Kirche, in dem er einmal gewesen ist weil Tim einfach dieses Gebäude... in seiner Gemeinde noch mal ganz anders genutzt hat.
01:09:10: Es gibt ein Café mit einem tollen Siebträger-Café, das ist quasi ... kann man sich mit in die Kirche nehmen, großen Teppich an der Mitte momentan chillen kann und es gibt eine ganz tolle Beleuchtung.
01:09:19: Man kann da co-worken, dies ist das!
01:09:20: Also es gibt Ausstellungen.
01:09:21: Das ist einfach ein sehr schöner Ort und ich finde, dass macht auch nochmal Mut zu sehen wie Kirche sich auch in einer eher klassischen, gemeine Form verändern kann als Leute Lust haben, da zur Hängen.
01:09:33: Mega cool.
01:09:34: Ja, da müssen wir auch echt wirklich mal händen.
01:09:36: Wir sehen uns ja drei Jahren vor, peinlicherweise.
01:09:38: Aber immer wieder öffnen?
01:09:39: Es ist all
01:09:39: day long offen und die Kirche ist immer auf.
01:09:42: und jetzt habe ich glaube gestern gelesen das Café ist jetzt glaube ich Dienstags bis Sonntag geöffnet.
01:09:47: also Montags schlechter Tag aber alle anderen Tage kriegt man auch noch einen guten Kaffee ein Stück Kuchen dazu.
01:09:53: Schön!
01:09:54: Totale Empfehlung.
01:09:55: Voll
01:09:55: cool.
01:09:57: Ich war auch mal ein Semester in der Evangelischer Theologie eingeschrieben, im Rostock.
01:10:01: Da habe ich aber gar nicht durchgezogen...
01:10:04: Aber heutest du oder war das so eine Proforma
01:10:06: einschreit?
01:10:06: Nee!
01:10:07: Also ich muss schon sagen, ich hab immer wieder sehr damit geliebt all Geld weil es auch super spannend fand.
01:10:12: Dann kann ja einfach mal Sharon hatte ich einen ganz dubiosen Pack mit Gott Weil ich, also unsere Mutter damals krank wurde.
01:10:19: Da hab' ich dann so gedacht oder gebetet wenn sie gesund wird werde ich Pastorin und sie ist dann gestorben Und damit hatte ich das dann für mich auch so weggehakt.
01:10:27: So nötig halt nicht Aber ich hatte trotzdem immer mal wieder so ein sehr schöner Beruf toll, so Menschen in den unterschiedlichsten Lebensphasen irgendwie vielleicht ein Stück weit zu begleiten oder was wie Hochzeitbeerdigung, Taufe oder auch im Alltag.
01:10:42: Ja also ich finde das immer total interessant.
01:10:44: aber dann dachte ich halt Boah Hölle dieses Studium da mit Latein und Alkriechisch und Hebräisch und
01:10:50: Puh!
01:10:51: Genau von daher habe ich es immer mal wieder nur noch beiseite geschoben.
01:10:54: Aber ich finde es nachher vorhin total schön spannenden Beruf und eben auch cool dass Menschen wie du da auch so viel brennen sichtbar sind und auch jetzt mit uns darüber sprechen.
01:11:04: Ja, also ich kann nur sagen griechisch und hebräisch ist schon schlimm aber man kann es voll schaffen!
01:11:10: Also ich habe das ja auch geschafft und hab nie gedacht dass ich das schaffen könnte.
01:11:14: insofern Die Kirche hat große Nachwuchs-Sorgen.
01:11:17: Da ist viel Platz für Menschen, die Bock haben und vor allem für Menschen ... Ich freu mich immer über jede Person, die nicht aus so einem superklassikirchen Kontext kommt.
01:11:28: Also vielleicht kommt die Stimme noch mal Jenny?
01:11:30: Naja,
01:11:31: nochmal sieben Jahre oder zehn Jahre Studierende!
01:11:33: Ja, inzwischen gibt es schon auch mehr Quereinstiegsmöglichkeiten und so ich bin da nicht so super fit drin.
01:11:39: deswegen kann jetzt hier keine krasse Werbesendung dafür machen.
01:11:42: aber ich weiß dass das gibt.
01:11:43: also es gibt so Seiteneinstiegs Modelle, dass man nicht mehr zwölf Jahre so wie ich studieren muss.
01:11:48: Also man muss eh nicht zwölfe Jahre studieren und es geht auch schneller.
01:11:51: aber ich habe viel gelebt dazwischen.
01:11:54: Das war auch wichtig!
01:11:56: Und das war so schnell wie ich es tun konnte?
01:11:58: Genau.
01:11:59: also man kann auf jeden Fall noch ansleiden und das würde ich sagen... Also im letzten Jahr haben wir eine Üterungküche gebaut und jetzt kann ich auch so flexen und Fliesen legen und mal machen und so.
01:12:09: Man lernt richtig krass.
01:12:12: Das gilt jetzt nicht für jede Fahrperson, dass die das werden.
01:12:14: Aber man hat auf jeden Fall große Range an Kompetenzen, die man erwerben kann.
01:12:19: Es ist einfach der spannendste und schönste Beruf aller Zeiten.
01:12:22: Ich schiebe es richtig toll!
01:12:24: Toll!
01:12:25: Schön, dass du das so sagst.
01:12:26: Richtig cool.
01:12:27: Gibt es irgendwas was wir noch nicht angesprochen haben oder wo du sagst, das werde ich mir jetzt nochmal gegen Ende quasi wichtig zu sagen loszuwerden?
01:12:37: Oder den natürlich auch Teufel.
01:12:39: Also ich
01:12:39: glaube, was mir wichtig ist zu sagen ... Ich werd nicht müde das zu sagen.
01:12:44: Das ist für die, die vor mir queer waren und auch für die mit mir queer sind, dass ich wahnsinnige Scham und Trauer habe über das, was Kirche an dieser Community getan hat.
01:12:55: Und auch die Leichtigkeit, mit der es im Moment so weggewischt wird.
01:12:59: also als wir haben in der Kirche seit ... ... ungefähr.
01:13:06: Fünfzehn glaub ich!
01:13:08: können im Rheinland gleich die geschlechtliche Paare heiraten.
01:13:11: Und damit habe ich das Gefühl, hat die Kirche ihre Aufgabe oder ihre Verantwortung auch so ein bisschen ... Ja gut, also das haben wir jetzt und damit ist doch jetzt alles fein!
01:13:19: Ich merke, dass es für mich nicht und es für viele andere auch nicht.
01:13:22: Also damit tut mir einfach wahnsinnig leid und damit hab' ich auch noch einen großen Schmerz, dass ich auch das Gefühl habe, es gibt wenig Anerkennung dafür, dass das immer noch eine Realität ist und dass ich immer noch einige Menschen in den Kirchen kenne an progressiven Orten, die nicht zu sich, zu ihrer Identität, zu Ihrer Beziehung öffentlich stehen können.
01:13:43: Das berührt mich sehr und in meiner Queen, in meinem queenen Herzen fühle ich mit.
01:13:49: Und in meinem kirchlichen Herzen bin ich wahnsinnig wütend fassungslos traurig enttäuscht weiß ich nicht.
01:13:58: Das tut mir einfach sehr weh und sehr leid.
01:14:00: Was
01:14:00: wäre da für dich auch wichtig so viel Zukunft?
01:14:04: Also, was so konkrete Dinge sein könnten.
01:14:07: Ich sag mal einen Schritt wert zum Beispiel... ich bin in der Querenkirche jetzt nicht beruflich so hardcore eingebunden aber tauche da ab und zu auf und finde
01:14:15: z.B.,
01:14:17: also ich erlebe dass Tim La einfach ein wahnsinniger Öffentlichkeit hat im guten wie im schlechten und ich erleber das ja innerhalb der Kirche im Kollegium.
01:14:29: Manche haben Anerkennung, aber viele rümpfen die Nase und da wünsche ich mir Rückendeckungen.
01:14:35: Und da gibt es schon auch sehr konkrete Bedrohungen aus dem rechten Milieu und da habe ich das Gefühl gesellschaftlich gibt's dafür eine große Wahrnehmung und innerkirchlich geht so.
01:14:48: Das ist was, was ich mir wünschere also queere Menschen zu supporten innerhalb der Kirche.
01:14:52: Da braucht´s mehr Unterstützungstruktur und weniger... Eitelkalt.
01:14:57: Und damit geht zum Beispiel auch einem her, dass es jedes Jahr aufs Neue ein Riesending für Timmis.
01:15:02: diese CSD-Teilnahme hier in Köln zu ermöglichen ist die größte queerische Veranstaltung in Deutschland.
01:15:08: ich verstehe nicht warum meine Landeskirche sich da zurückhält mit Geldern und Öffentlichkeitsarbeit.
01:15:13: also es ist alle großen Firmen nutzen das auch als Sichtbarkeitszeichen und da kann man ja an manchen Stellen auch einen Fragezeichen dran machen so wie sinnvoll das ist, dass eine CDU daran teilnimmt Aber zumindest sind sie da.
01:15:27: Also es scheitert nicht an der Organisation, dass Sie teilnehmen und diesen Ruf zum Beispiel hat die Landeskirche jetzt noch nicht so für sich wahrgenommen.
01:15:36: Die sind bisher in ihrer Wahrnehmung.
01:15:39: sagen das ist ein lokales Ereignis im Köln aber das ist nichts was die gesamte Landeskbirche betrifft.
01:15:44: Das kann ich einfach nicht verstehen und das ist eine geringen Schätzung wer es auch für queere Community heißt.
01:15:49: also Leute aus ganz Europa reisen zum CSD nach Köln und die Landeskechel schafft es nicht, von Düsseldorf zu kommen.
01:15:56: Genau so das sind sehr konkrete Dinge und gleichzeitig glaube ich dass jede Fahrperson in ihrer Gemeinde die Aufgabe hat Strukturen zu hinterfragen sich zu fragen warum ist in unserer Familienkirche?
01:16:08: Warum sind dann nur Mutter-Vater-Kind-Familien?
01:16:10: Warum kommen die anderen da nicht vor?
01:16:11: was ist eigentlich mit den Kinderlosen usw.. Das würde ich mir wünschen.
01:16:15: sie mehr im Blick haben wer nicht kommt als DD.
01:16:18: also Ich glaube, ich hatte immer viel die im Blick, die da sind.
01:16:22: Und was die brauchen und ich würde mir wünschen dass sie auf die gucken, die nicht da sind und dadurch gibt es eine ganz hohe queere Quote.
01:16:28: Schön!
01:16:29: Ja, fürwichtig das du sagst.
01:16:31: Danke.
01:16:31: Weil wir noch was Schönes zum Ende machen?
01:16:33: Jaa... Ich glaube jetzt müssen wir ein bisschen in die Leichtigkeit kommen.
01:16:39: Das ist jetzt für alle Schwestis, die zuhören bis sie traurig, weil ihr könnt's nicht sehen.
01:16:43: Aber ich hab mit einer Kollegin zusammen mit Lisa Kluger dieses Pride-Orakel entwickelt.
01:16:51: Das sind fünfzehn Karten mit so sehr schönen Illustrationen von slinter Personen und jede Karte hat so eine eigene Titel, bisschen wie Tarot, da weiß kein Tarot das ist mir zu.
01:17:03: eh so.
01:17:05: Und hinten drauf gibt es einen kleinen schönen Kalenderspruch und ein Bibelwort und das habe ich euch mitgebracht und dachte vielleicht mögt ihr euch eine ziehen für euren Sommer?
01:17:15: Toll!
01:17:16: Das, was davon übrig bleibt.
01:17:17: Ich leg euch die mal hier so aus wie man das jetzt hier macht bei Madame Tina oder so auf dem Rummel.
01:17:24: Also jeder eine?
01:17:25: Oder eine zu sagen?
01:17:26: Jeder
01:17:26: darf eine ziehen und ich hab gelernt mit der linken
01:17:31: Hand
01:17:32: müsst ihr da jetzt rüber und dann müsst ihr gucken wo die Energie fließt.
01:17:36: Geil, du hiebst sowas.
01:17:37: Genau könnt ihr überlegen ob wir Hände... Augen auf oder zu macht?
01:17:41: Die Taube fängt mal an.
01:17:42: Linke, linke
01:17:43: Hand und ich mach mir glaube ich Augen zu.
01:17:45: Energiefließe
01:17:46: und dann kannst du eine ziehen.
01:17:49: Selunes Gut entschieden.
01:17:52: Ach
01:17:54: nee, war nett!
01:17:55: Die Geliebte.
01:17:58: Du musst nichts werden um geliebt zu sein.
01:18:00: Du bist das.
01:18:01: Du ist mein geliebtes Kind.
01:18:02: An dir habe ich Freude.
01:18:04: Ja.
01:18:04: Markus, eins
01:18:06: fährst elf.
01:18:08: Schön!
01:18:08: Das
01:18:09: finde ich sehr schön.
01:18:10: Däubelt das passt ja auch jetzt so bei dir ein bisschen.
01:18:13: wie geht es nach dem Master weiter?
01:18:14: und so weiter und sofort?
01:18:15: Toll!
01:18:17: Jenny, jetzt kommst du
01:18:18: noch.
01:18:20: Wird doch die geliebte sein.
01:18:21: Habe da jetzt schon was ertachsender
01:18:23: Energie fließt.
01:18:23: Ist
01:18:24: das nur eine?
01:18:26: Die Feiernde.
01:18:27: Nee, das passt ja auch!
01:18:29: Deine Freude ist älter als die Angst.
01:18:32: Lass sie tanzen.
01:18:33: Aha?
01:18:34: Du hast meinen Klagen in Tanzen verwandelt.
01:18:37: Psalm dreißig zwölf.
01:18:39: Schön.
01:18:41: Oh, das nehme ich aber auch gerne mit.
01:18:43: Ja, die Feierende... Ich kann euch sagen, beim CSD habe ich die Zärtliche gezogen.
01:18:49: Was schön.
01:18:49: Jetzt
01:18:50: kann ich euch nicht mal sagen was hinten drauf steht.
01:18:51: Wir können mal gucken.
01:18:52: Ah hier ist sie.
01:18:52: Hier ist es euch vor.
01:18:54: Die Welt wird nicht nur durch Stärke gerettet, auch durch Sand auf der Hände.
01:18:58: Die Liebe hört niemals auf!
01:18:59: Genau das ist meine und ich habe jetzt keine weitere Gezwungen weil die gehört zu mir und die hab' ich seit dem CSD.
01:19:06: Hab' ich die hier hinten in meinem Handy und sehe sie jeden Tag
01:19:08: aus.
01:19:08: Ah wie schön richtig toll cool.
01:19:12: vielen Dank Janneke vielen sorry
01:19:16: jetzt geht's runter und drüber.
01:19:23: Vielen vielen Dank für deine Zeit, deine Worte.
01:19:26: Deinen Öffnen und deinen
01:19:27: Teilen.
01:19:28: Es
01:19:28: war so schön mit dir zu quatschen!
01:19:30: Vielen vielen dank.
01:19:31: Danke für dich auch.
01:19:33: Ja auch von mir.
01:19:33: Ich fand es also super spannend.
01:19:36: Danke dir.
01:19:36: Bitte
01:19:37: schön.
01:19:37: Danke der Wilken und dann kommen wir mal in Göln vorbei im Müllheim.
01:19:41: Ist ja quasi bei uns einfach die andere Rheinseite.
01:19:44: Höhe ist ähnlich hier.
01:19:45: Ja das ist so schön.
01:19:47: Ja herrlich
01:19:48: Wenn's auch diesen
01:19:48: Kaffee gibt, ne?
01:19:49: Ja.
01:19:49: Vielen Dank!
01:19:51: Vielen vielen Dank!
01:19:52: Gottes Segen sagt man ja bei uns.
01:19:54: Oh...
01:19:56: Danke!
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