Schwestie Johanna Jaurich: Regisseurin & (Impact-)Producerin
Shownotes
Schwesties! Diese Woche zu Gast ist die liebe Johanna Jaurich. Sie arbeitet als Regisseurin, Autorin und Producerin an lösungsorientierten Dokus. Dabei stehen bei ihr Themen rund um Nachhaltigkeit, Klima und gesellschaftlichen Wandel im Fokus. Derzeit arbeitet sie als Co-Regisseurin an dem globalen Impact- und Filmprojekt "The Story of a New World". Wir sprechen über die Dokumentarfilme, durch die sie selbst Filmemacherin werden wollte, über ihr Studium der Medienwissenschaften, die spätere Arbeit als Videoredakteurin bei Greenpeace und wie sie dorthin gekommen ist, wo sie heute steht. Außerdem geht es um die Fernseh- & Filmbranche, wie aus einer Idee ein Film wird und wie wir in die Zukunft schauen. Johanna teilt auch mit uns, wie sie Frauen in Zeiten des Wandels und der Veränderung als Fotografin begleitet, welche Power im starken Zusammenhalt von uns Frauen steckt und was sie bald in der Sahara drehen wird.
Transkript anzeigen
00:00:00: Schwesti Servus, hier ist wieder die Jenny für euch am Start.
00:00:03: Ich freue mich ganz doll, dass ihr da seid!
00:00:06: Ich habe das glaube ich noch nie gemacht.
00:00:07: wenn ihr Bock habt abonniert diesen Podcast und bewertet uns
00:00:12: gerne
00:00:12: natürlich ganz großzügig mit fünf Sternen.
00:00:14: vielen Dank denn das hilft uns ganz ganz toll damit dieser podcast ein bisschen mehr sichtbar kalt und Aufmerksamkeit bekommt.
00:00:22: Das wäre ganz großartig Vielen Dank.
00:00:25: heute habe ich mal wieder mit einer ganz, ganz tollen Gastschweste gesprochen.
00:00:30: Der lieben Johanna Jaurich ist Film Regisseurin und konzentriert sich auf Dokus – das ist so cool mit ihr zu sprechen auch was sie neben dieser Tätigkeit alles noch so macht!
00:00:41: Wir sprechen darüber ob wir noch in eine rosige Zukunft blicken oder wie wir überhaupt auf die Zukunft blücken mit all den Themen, die da so sind.
00:00:51: und da hatten wir mal rein.
00:01:09: Johanna Jaurich, herzlich willkommen bei Schwesties.
00:01:11: Vielen Dank, dass du heute bei uns bist!
00:01:12: Vielen Dank für die Einladung Jenny.
00:01:13: Du
00:01:14: bist auch wieder eine ganz spannende Gast-Schwestie.
00:01:16: Du bist nämlich Autorin, Regisseurin und Dokumentarfilmerin Und ich freue mich ganz doll, dass wir heute über deine Arbeit sprechen und auch über dein Werdegang wie du das geworden bist was du heute machst und welche Themen dir da so wichtig sind und ja was dir alles wichtig ist in deinem Beruf, in deinen Wirken und daher ganz vielen dank, dass ihr heute da bist.
00:01:37: Ich freue mich sehr auf unser Gespräch.
00:01:40: Erinnerst du dich eigentlich noch, als du das erste Mal so ganz aktiv eine Doku geguckt hast?
00:01:45: Oder hast du deine Erinnerung einer die dir besonders in Erinnerungen geblieben ist?
00:01:50: Ja total!
00:01:50: Das war würde ich auch sagen mit einer der ausschlaggebenden Gründe warum wir jetzt an dem Punkt sind, an den ich jetzt bin.
00:01:57: Ich war nämlich zwölf Jahre alt und meine Eltern haben mich mit ins Kino genommen, zu einer neuen Dumpfludi rausgekommen ist.
00:02:03: Und ich wusste noch gar nicht so richtig was mich erwartet und saß dann damit in der Reihe und auf einmal kam ein Inconvenient Truth von El Goa vor mir und nahm mich neunzig Minuten mit in eine Welt, in die ich mich vorher noch gar nie reinverwetzt hatte, nämlich in die Welt der Klimakrise.
00:02:21: Mit zwölft Jahren hat mich das ziemlich aus dem Sitz gehauen mich so sehr geprägt, dass ich seitdem... also das mir seitdem diese Naturtim und etwas dafür zu tun in unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.
00:02:37: Und damit sozusagen unser Glück und unsere Lebensfähigkeit.
00:02:42: Das hat mich so sie geprägte, dass sich diesen Weg so eingeschlagen habe.
00:02:45: Und ja, dafür bin ich sehr dankbar immer noch für diesen Film, obwohl ich vielleicht mittlerweile anders erzählen würde wenn ich den selber machen würde.
00:02:56: Ja, glaube ich.
00:02:57: Aber auch super spannend dass du dann auch mit zwölf hast ja auch noch recht jung ist direkt so gemerkt das boah das bewegt mich irgendwie.
00:03:03: und da es so mitgezogen wurde.
00:03:05: Hast du denn als du den Film geschaut hast für dich ein Gefühl gehabt von wow!
00:03:09: Ich möchte auch solche Filme machen oder es können ja auch beides sein.
00:03:13: hattest du dann diesen Fokus auf Boah?
00:03:15: was da Klimathema gerade in mir wach gerüttelt wurde?
00:03:20: Oder was ich gelernt habe möchte ich mehr angehen, oder ist das Hand in Hand gegangen?
00:03:25: Ich
00:03:25: glaube also ich bin mittlerweile noch zwanzig Jahre älter.
00:03:28: Und ich habe voll oft immer noch das Gefühl von die Krass dass es überhaupt so ein Job einer Dokumentarfilmregisseurin gibt und dass sich das machen darf.
00:03:37: Also ich glaube mit zwölf bin ich gar nicht auf die Idee gekommen dass es so einen Job überhaupt gibt und hätte mir erst rechtlich getraut mich irgendwie mir vorzustellen dass ich das vielleicht eines Tages mal machen kann sondern es war schon eher erstmal dieses, hey wie krass ist das und wie kann es sein dass wir da nicht alle was gegen machen.
00:03:57: Also ich habe mich wirklich wach gerüttet inhaltlich vor allem erst mal was dann dazu führte, dass ich ja immer politischer wurde und ich glaube meine Eltern würden sagen am Abendbrotstisch in den Gesprächen auch immer nerviger.
00:04:11: Und irgendwie erst mal so ein Familienkontext wie meine argumentativen Waffengeschärfte habe oder erstmal so meine Erfahrungen gemacht haben, wie es gelingt zu überzeugen oder eben auch nicht.
00:04:26: Ich glaube, es hat mich einfach inhaltlich total geprägt.
00:04:28: und danach gab's noch einige Filme mehr die dann immer wieder für so entscheidende Wendungen in meinem Leben gesorgt haben.
00:04:35: Und der Film wo ich dann wirklich zum ersten Mal drin saß und gedacht habe das will ich machen als Beruf und genau so möchte ich Filme machen war dann im Studium.
00:04:47: Ich hab Medienwissenschaften studiert Und bin dann auch viel ins Kino gegangen.
00:04:52: Ich hab das in Weimar studiert, da gibt's immer noch so ein ganz süßes kleines Kino oder das Lichthauskino.
00:04:58: und da lief dann der Film Tomorrow.
00:05:00: Die Welt ist voller Lösungen.
00:05:02: Das ist ein französischer Dokumentarfilm.
00:05:05: Der hat zum ersten Mal die Dinge ganz anders gemacht weil ich kannte das immer, dass Dokumentarfilme vor allem Probleme beschreiben und Wachrütteln.
00:05:13: aber danach saß ich immer da und ich habe mich eigentlich total unmächtig gefühlt und hatte so das Gefühl oh Gott Die Welt ist voller Probleme, wo fang ich denn da jetzt an und was kann ich überhaupt für einen Unterschied machen.
00:05:24: Und das war wichtig um mich zu bilden.
00:05:28: aber es hat nicht unbedingt dazu geführt dass sich das Gefühl hatte was dagegen ausrichten zu können.
00:05:34: Und dieser französische Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von einer Gruppe von Freunden die sich auf eine weltweite Reise begibt zu Lösungen die heute schon existieren aus allen möglichen Bereichen.
00:05:46: So optimistisch und so schön und so sympathisch erzählt, dass ich da echt drin saß mit meiner Freundin Anna und danach zu ihr meinte genau solche Filme möchte ich machen.
00:05:56: Und ich hatte dann eine richtige Obsession mit dem Film.
00:05:58: Ich habe auch meine Bachelorarbeit über den geschrieben und wie Dokumentarfilme zur umweltverträglichen Handeln animieren können hab denn durch meine Bachelorbeit siebenmal nochmal angeguckt irgendwie das Color grading die Musik und wirklich von vorn bis hinten auseinander genommen dass man danach irgendwie so richtig beschwingt und zukunftsfreudig aus dem Kino gegangen ist.
00:06:24: Und richtig Lust hatte selber zu schauen, wo in der eigenen Community Dinge schon vorangehen und wo man sich anschließen kann.
00:06:31: also es war jetzt eben auch nicht der Effekt das ich dann so dachte oh ja alles super muss ich mich ja um nichts weiter kümmern sondern ich fand dieser Film und finde immer noch das dem das so erstaunlich gut gelingt dass man einfach Bock kriegt Teil dieser Bewegung zu werden, weil die Leute alle aussehen.
00:06:47: Jetzt hatten sie eine Menge Spaß dabei.
00:06:50: Boah schön!
00:06:50: Ja Wahnsinn und ich finde das ist so wertvoll das zu schaffen einerseits auf Themen Aufmerksam zu machen, die da sind aber nicht dass die Menschen rausgehen und denken oh Gott es ist alles scheiße Ich kann eh nichts bewirken oder wer bin ich denn?
00:07:05: Sondern eher das Gefühl haben von wow cool ich habe jetzt wie bei dir Die Inspiration ich möchte teil davon werden was zu machen.
00:07:13: Wie schön, dass das bei dir dann auch diesen großen Effekt hatte und dass du da noch die Bestarbeit darüber geschrieben hast.
00:07:19: Und den Film so oft geguckt hast!
00:07:21: Ich hatte es ein bisschen ähnlich mit einem anderen Thema aber ich habe damals den Film ist auch eine Doku von Taren Brumford entdeckt.
00:07:28: Da reist sie in Australier um die Welt, um mit Frauen oder generell auch Menschen aber primärer Fokus Frauen zu sprechen über das Thema Körper, Körperideale.
00:07:39: Wer ist schön?
00:07:40: Was ist schön?
00:07:41: was bedeutet für dich schön?
00:07:43: und das fand ich auch so toll war dass auch eben dieses Natürlich-Thema aufgemacht hat von Boah.
00:07:48: wie verrückt!
00:07:49: Mit welchen Idealen wir uns teilweise quälen Aber wie viel Schönheit es da gibt, die so unterschiedlich ist und eben nicht definierbar ist nur mit einem Ideal, was total unrealistisch und ungesund sein kann.
00:08:04: Und das fand ich auch so toll!
00:08:05: Das war auch eine ganz tolle Doku, die auch Taran Brumfield für mich so sympathisch gemacht hat, dass sich da lustiger als auch meine Bachelor-Welt drüber gesprochen hat.
00:08:14: Weil ich das irgendwie ja so toll fand einfach diese Stimmung aus.
00:08:18: Hey, da sind Themen, boah, das beschäftigt Menschen aber das muss nicht bedeuten, dass wir alle ohnmächtig sind.
00:08:25: Und du bist dann ja auch nach deinem Studium zu Greenpeace gegangen.
00:08:30: Wie war da für dich?
00:08:31: Also hast du da auch schon früher dann Connections zu gehabt oder wie war dafür dich der Schritt von, ich möchte auch da jetzt beruflich Teil von
00:08:39: werden?".
00:08:39: Ich glaube das hat dann auch wieder mit den Inconvenientruf zu tun dass einfach seitdem so zwei Herzen in meiner Brust geschlagen haben Das Herz für Nachhaltigkeit und das Herz fürs Filme machen.
00:08:49: und ich habe dann während meines Studiums direkt eigentlich im ersten Jahr gemerkt.
00:08:54: Ich habe ja Medienwissenschaften studiert, das war also relativ breit und ich hab aber gemerkt, ich faszinier mich total für alles was irgendwie mit Filmen zu tun hat und hab jeden Kurs den ich irgendwie unter die Fingerkriegen konnte oder in die Finger kriegen konnte da belegt und hab dann parallel angefangen bei so... Spielfilmen, Projekten mitzuarbeiten bei Abschlussfilmen von Kommilitonen und da so meine Erfahrungen gesammelt.
00:09:17: Und dann durch diese Erfahrungen aber auch gemerkt sowie du das jetzt auch über diesen australischen Film erzählt hast.
00:09:24: Das Leben selbst schreibt ja eigentlich so viele spannende Geschichten und immer und überall wie ich mein.
00:09:30: es liegt in unserer DNA uns Geschichten zu erzählen.
00:09:33: Was machen wir seit Jahrtausenden?
00:09:35: Und so geben wir Wissen weiter finden wir eine Linderung mit schwierigeren Gefühlen oder wenn es uns nicht gut geht.
00:09:43: Wir haben früher, wenn wir ins Bett gebracht wurden, Märchen gehört.
00:09:47: Also so Geschichten umgeben uns die ganze Zeit und das Leben schreibt ja selbst schon so spannende Geschichten.
00:09:52: also wusste ich.
00:09:53: Ich möchte Dokumentarfilme machen und dann stand ich so am Ende meines Studiums vor dem Punkt okay gehe jetzt eher in die Richtung Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitskommunikation, weil ich es total wichtig finde, einen Unterschied in der Welt zu machen.
00:10:07: Gerade wenn ich so privilegiert aufwachste wie ich es in Deutschland getan habe... Ich spüre eine Verantwortung und möchte sozusagen das, dass es mir gut geht nutzen um etwas Gutes zu bewirken oder folge ich meiner anderen Leidenschaften und mache Filme, weil dieses Gefühl... Ich weiß nicht ob du schon mal an einem Filmset standest aber Mir geht da so krass das Herz auf dich, für mich so lebendig.
00:10:32: Es kommt so viel zusammen von dem was irgendwie meine Persönlichkeit ausmacht.
00:10:37: Ich bin unglaublich neugierig und gerne unterwegs Und all das kann ich so ausleben am Dokumentarfilmset und ich habe richtig gemerkt Ah!
00:10:47: Ich will mich nicht entscheiden müssen es ist mir beides total wichtig.
00:10:51: und ich hatte dann zum Ende meines Studiums eine Reise in den Semesterferien gemacht nach Nepal Hatte da sehr großes Glück, muss man leider sagen.
00:11:01: Weil ich eine Woche vor diesem großen Erdbeben in zwei Tausend Fünfzehn dann wieder nach Hause geflogen bin und das hat mich auch noch mal so total wach gerüttet weil ich gedacht habe Ich kann jetzt einfach wieder ins Flieger steigen nach Deutschland fliegen aber die Menschen die da jetzt gerade alles verloren haben Die müssen alles wieder aufbauen Und ich möchte diese Privilegien nicht möchte ich einfach nur auf diesen Privilegen sitzen Sondern ich will was bewirken.
00:11:27: Auf dieser Reise kam mir der Gedanke, na Moment mal, gibt ja auch NGOs und Umweltschutzorganisationen die ein Filmdepartment haben.
00:11:36: Und die Organisation, die von Anfang an auf die Kraft der Bilder gesetzt hat ist Greenpeace.
00:11:42: Ich hatte dann auf die Webseite geguckt, sie sitzen in Hamburg hier in Deutschland und hat auf die Website geguckt ob die eine freie Stelle haben hatten sie nicht und das stand dann halt so für Initiativbewerbungen, die und die E-Mail Adresse.
00:11:54: Und da habe ich gedacht okay mache ich in Ruhe wenn ich wieder gutes Internet habe und hab dann meine Initiatif Bewerbung schreiben wollen wollte nochmal nach der Webseite gucken oder nach der E-mail Adresse gucken und in dem Moment hatten wir einen Praktikum in der Videorenaktion ausgesprochen und ich habe das gelesen und es hat sich eins zu eins so gelesen als ob also wenn ich meine perfekte Stellen Ausschneidung gemacht hätte, wäre das die gewesen.
00:12:20: Ich da also sofort angerufen und ich meinte so Leute das kann jetzt kein Zufall sein.
00:12:24: es ist eh so dass ich mache den Job jetzt seit neun Jahren und werde oft gefragt wie ich dahin gekommen bin?
00:12:31: Und ich muss einfach auch immer wieder sagen genau durch eine Aneinanderreihung von solchen Flügungen und Zunfällen und Schicksalsmomenten keine Ahnung und hatte den dann direkt geschrieben, die haben mich eingeladen zum Bewerbungsgespräch.
00:12:44: Dann war noch irgendwie an dem Tag kompletter Deutsche Bahnstreik ich konnte nicht nach Hamburg fahren!
00:12:50: Ich dachte schon so um Himmelt willen jetzt kriege ich diese Stelle nicht?
00:12:53: Dann haben wir kurzfristig das war alles noch vor Corona-Zeiten, kurzfristige auf Onlinekonferenz umgestwitched und im Endeffekt haben die mir nach einer Stunde Bewerbsgespräche gesagt gleich der Job auch so.
00:13:05: Da habe ich dann richtig gemerkt, da kommt gerade alles zusammen.
00:13:09: Also es war im Endeffekt ein dreimonatiges Praktikum.
00:13:12: Es war kein dauerhafter Job und ich wusste jetzt in diesen drei Monaten alles lernen was irgendwie geht hab aber gleichzeitig nach diesen drei Monaten gemerkt.
00:13:21: Ich finde schon... also die hat mir danach angeboten dass ich langfristig da auch bleiben oder das ich sozusagen mit bisschen Zwischenlauf dann da auch einen richtigen Job bekommen könnte.
00:13:33: Ich habe aber gleichzeitig gemerkt, ich will das auch nochmal in der freien Wirtschaft, in der Freien Filmbranche lernen um dann sozusagen mit möglichst viel Know-how wieder zurückkehren zu können.
00:13:46: Jetzt bin ich aber irgendwie seit neun Jahren in dieser freien Wirtschaft hingeblieben weil es mir halt einfach unfassbar viel Spaß macht die Geschichten aussuchen zu können, die ich erzählen möchte sofern ich sie auf die ein oder andere Art und Weise finanziert bekomme.
00:13:59: Genau, das ist so.
00:14:01: Ich bin ja jetzt auch bei einer professionellen Dokumentarfilmproduktion die Vorbilder für nachhaltiges Handeln zeigen.
00:14:08: von daher konnte ich sowohl bei Greenpeace als auch jetzt bei Fechner Media diese beiden Leidenschaften immer wieder zusammenbringen und es macht mich sehr glücklich.
00:14:17: zu dieser lange Antwort auf deine Frage Ja
00:14:21: aber voll wichtig weil es ist ja super schön auch wie das manchmal so passen kann mit genau solchen Momenten Und aber auch diese Demut und Dankbarkeit so doll zu spüren, wie du es in Nepal erlebt hast.
00:14:34: Wir in Deutschland sowieso hier in unserem sehr privilegierten Standort zu merken, das geht gar nicht allen so.
00:14:42: Ich habe diese Möglichkeiten dahin zu reisen, aber eben auch wieder wegzureisen und voll schön, wie Du da für Dichs deinen Weg entwickelt hast.
00:14:51: Wusstest Du dann eigentlich schon früh?
00:14:54: Was so konkret deine Themen sein werden oder wie hat sich das etabliert und aufgebaut?
00:15:00: Das ist eine Frage, mit der ich vor allem im diesem Jahr irgendwie auch nochmal so neu zu tun hatte innerlich.
00:15:06: Weil ich habe vor neun Jahren da angefangen hatte schon das Gefühl, ich kann eigentlich noch gar nichts.
00:15:15: Ich hab auch mit einem Volontariat angefangen.
00:15:17: Das ging anderthalb Jahre und das kann ich sowieso nur jedem empfehlen der in der Film- und Medienbranche Fuß passen möchte weil es wirklich eine richtig gute Möglichkeit auch in unterschiedlichen Departments zu lernen und einfach so eine gewisse Übergangszeit zu haben zwischen Studium oder Ausbildung unter ein richtiger knallhater Berufswelt irgendwie.
00:15:38: Und da ... also ich wusste immer alles so... alles rund ums Thema Nachhaltigkeit und immer mit einem Blick für Lösungen.
00:15:45: Also eben nicht bei einer Problembeschreibung aufzuhören, sondern das ist vielleicht auch Selbsttherapie.
00:15:51: ich finde es einfach immer schöner mich mit den Dingen zu beschäftigen die schon funktionieren wo Menschen schon Wege gefunden haben, wo Menschen irgendwie total inspirierend vorangehen und irgendwas anders machen und probieren und so dass hat mich schon immer fasziniert.
00:16:07: und nun ist ja aber ein Leben in der Zeit sehr vielen Problemen auf allen Ebenen und dementsprechend gibt es ja auch unendlich viele Geschichten, Lösungen und Menschen die sich einsetzen.
00:16:20: Und ich habe so gemerkt jetzt im neunten Jahr Irgendein gewisser Hinsicht glaube ich brauche ich auch so einen Rahmen oder den Fokus um mich nicht zu verzetten weil sonst habe ich das Gefühl aber könnte jeder Zeitschrift die ich lese finde ich danach fünf neue Themen, aber du musst sie auch irgendwie verkauft kriegen.
00:16:40: Das heißt du investierst ja mit einem Thema dann immer recht viel Zeit bis du das in Ruhe entwickelt hast bist du Pitchdecks gemacht hast bis du Sender gefunden hast bis Du Förderungen beantragt hast.
00:16:51: also man muss wirklich an sein Thema Glauben und dahinter sein, damit das was wird.
00:16:55: Man kann nicht unendlich viele
00:16:57: anfangen.".
00:16:58: Und dann habe ich so gedacht okay... Ich merke jetzt also ich hab für ARD und MDR mal gearbeitet.
00:17:08: Jetzt sehr viel für Wetterwunder gemacht und seit fünf Jahren arbeite ich an einem hybriden Tenorspielfilm.
00:17:14: Also das ist ein Spielfilm mit dokumentarischen Elementen The Story of a New World.
00:17:18: Da haben wir auch in acht Ländern auf drei Kontinenten schon die Dokuteile gedreht Und so Kino braucht aber immer relativ lang einfach, bis der Film dann fertig wird.
00:17:28: Gerade wenn man es auch unabhängig finanziert wie Bier und ich hatte Anfang diesen Jahres echt so eine kreative Krise würde ich sagen oder ich war sehr hart mit mir ins Gericht gegangen und habe so gedacht Boah!
00:17:40: Ich mache das jetzt acht neun Jahre.
00:17:43: was hab' ich denn wirklich erreicht?
00:17:44: Und irgendwie... Es dauert mir immer alles zu lange bis man richtig einen Film als Vertik hat, weißt du?
00:17:52: Und man ist abhängig von Sendern die Ja-Sagen und das Geld geben.
00:17:56: Und dann Redakteuren, die das abnehmen.
00:17:58: Man ist von großen Teams abhängiger.
00:18:02: Es kostet alles unglaublich viel Geld!
00:18:05: Ich hatte so ein Frustmoment, wo ich gedacht habe... Erreiche ich gerade mein Potenzial, nämlich Geschichten zu erzählen.
00:18:12: Ich will ja nicht einfach nur so in dieser Branche irgendwie mein Leben bestreiten, sondern ich möchte wirklich das mal geschichten dann auch zu den Menschen kommen diese Sehen und die damit in Resonanz gehen oder sich darüber streiten oder einfach irgendwie damit irgendwas fühlen so.
00:18:26: Und dann habe ich gemerkt okay was?
00:18:28: Was fühle ich denn?
00:18:29: Was ist denn mir grade in dieser Lebensphase in der ich bin als dreißigjährige Frau mit all dem was ich irgendwie an Leidenschaften habe und an Interessen usw.
00:18:40: Was ist für mich gerade die Wahrheit oder das, wo ich das Gefühl habe, dass sind die Themen?
00:18:47: Da will ich mich jetzt erstmal eine Weile zumindest darauf fokussieren.
00:18:52: Auch das war wieder auf einer Reise.
00:18:54: Ich habe eine neue Leidenschaft für Surfen entwickelt dieses Jahr und bin sehr gerne gerade in Süd-Portugal immer mal wieder, hatte mir dann bewusst diese Zeit genommen.
00:19:04: ich hab meinen Job mitgenommen.
00:19:06: in Phasen wo ich nicht auf dem Dreh bin geht das ja ganz gut.
00:19:08: Dann kann ich auch remote mit einem Laptop von überall her arbeiten Und hat mich hingesetzt und gesagt so was ist es?
00:19:14: Was lässt mein Herz höher schlagen und ich habe direkt ne Antwort gekriegt als ich da am Meer saß Das sind feministische und nachhaltige Stoffe.
00:19:21: Das sind Geschichten über starke Frauen, die im Umweltbereich oder in der Klimakrise ... Ich meine, Nachhaltigkeit ist auch nicht nur ökologische Nachhaltigkeiten sondern zum Beispiel auch soziale, die in diesen Bereichen etwas bewegen.
00:19:36: aber ich möchte mehr Geschichten zu Frauen erzählen.
00:19:40: Das kann ich glaube auch ganz gut oder kann nicht vielleicht auch besser als ein Mann so.
00:19:45: und das ist nun mal leider auch eine sehr Männer dominierte Branche irgendwie die Filmwelt insgesamt aber auch die Dokumentarfilm Welt weiterhin.
00:19:52: Und da habe ich so das Gefühl, dass das möchte ich jetzt erstmal eine Weile verfolgen weil das ist jetzt gerade meine Wahrheit und man sollte glaube ich grundsätzlich Filme machen, die man selber auch gerne sehen würde oder die man selbst auch gerade braucht natürlich immer mit einem Blick über den Tellerrand ne?
00:20:09: Aber Ja, das fühlt sich irgendwie gerade sehr stimmig an und durch eine glückliche Fügung kann ein Projekt in diesem Jahr zu mir was mich jetzt in drei Wochen in Isara führen wird mit einer starken Frau die eine ökologische Perspektive
00:20:24: hat.
00:20:25: Mega cool dass ich auch da wieder so direkt dann die Möglichkeit irgendwie dir zeigt wie schön und total beeindruckend wie du das ganze angepackt hast weil Sie kennen auch so ein bisschen diese Umbruchsphasen oder kreative Krisen.
00:20:38: Nicht ganz zu wissen, wo sie jetzt hingehen.
00:20:40: wie will ich meine Ideen und Gedanken einsetzen?
00:20:44: Und dass du dann wirklich gesagt hast, ich gehe jetzt auf eine Reise ans Meer und schaue mal in mich herein was ich irgendwie in die Welt bringen möchte und richtig toll ist das gemacht hast.
00:20:55: Und auch super cool mit der Sahara.
00:20:57: magst Du oder darfst Du da erzählen was ihr da genau macht?
00:21:00: Ja total gerne!
00:21:02: Ich find's witzig in unserem Gespräch, weil mir da gerade so bewusst wird wie die Dinge immer schon.
00:21:08: Also man lebt so sein Leben und dann gibt es Tage... Da wird auf einmal so ein Samen gesät und man spürt das vielleicht in dem Moment gar nicht und der Samen geht aber in drei Monaten irgendwie auf.
00:21:22: Und dann blickt man zurück oder schaut sich dieses kleine Pflänzchen an Ja krass, aber dieser Samen, also das fing alles schon viel früher an.
00:21:31: Und bei diesem Sahara-Projekt wurde der Samen tatsächlich während meiner Zeit bei Greenpeace gepflanzt vor über zehn Jahren und da war ich eben in der Videoredaktion und wir hatten einen besonderen Gast bei uns in der Redaktion.
00:21:47: Das war der Umweltfotograf Markus Maute und er berichtete von seinem neuen Projekt und brachte Bilder aus der ganzen Welt mit.
00:21:56: Ich saß da drin in diesem Raum und meine Augen wurden immer größer und größer.
00:21:59: Und ich habe echt gedacht, dass ich diesen Menschen hier gerade irgendwie kennenlernen darf und das ein Job ist was der macht.
00:22:05: Das ist ja der absolute Oberhammer!
00:22:08: Und ich will das auch so.
00:22:11: Ich bin mit dem über all die Jahre in freundschaftlichen Kontakt geblieben.
00:22:15: Es ist wirklich ein ganz ganz toller Fotograf, der jetzt auch in Brasilien sehr sich engagiert für den Schutz des Regenwaldes Und der hatte eine Frau kennengelernt.
00:22:24: Er ist sozusagen so der Waldmann, er engagiert sich total für Wälder und hat eine Frau kennen gelernt die sich total von Wüsten engagiert und fasziniert.
00:22:34: In einem unserer Telefonate meinte Markus dann so zu mir Johanna du musst unbedingt mal die Tanya kennenlernen keine Ahnung was daraus wird aber ich habe irgendwie das Gefühl ihr würdet euch gut verstehen gesagt getan.
00:22:46: solchen Impulsen sollte man generell finde ich immer folgen So wie du ja jetzt auch total den Impulz hattest.
00:22:52: Hey, lass uns einfach mal ein Podcast zusammen aufnehmen.
00:22:54: so interessiert mich irgendwie und ich habe mit Tanja telefoniert und festgestellt es ist wirklich eine außergewöhnliche frau dies einund fünfzig Und
00:23:08: die
00:23:09: rennt da durch die wüsten und versucht auf das thema wasser mangel aufmerksam zu machen hat selber total die bewegte persönliche geschichte im hintergrund und Es wirklich also geht da über alle Grenzen.
00:23:23: Und wir hatten uns so ausgetauscht, ich habe damals schon gedacht, das wäre irgendwie
00:23:27: ein
00:23:28: krasser Filmstoff.
00:23:29: aber da hatte sie noch den Plan durch zehn Wüsten in zehn Ländern zu rennen und da dachte ich so boah ob es sich das irgendwie finanziert und produziert kriege.
00:23:37: Da fange ich das nächste Projekt an was dann irgendwie Jahre dauert und das packe ich gerade nicht.
00:23:43: Das übersteigt grade auch meine Kapazitäten.
00:23:47: Und durch diese ganzen Nahostkonflikte, die auch in diesem Jahr noch mal so stark geworden sind musste sie diesen Versuch abbrechen und kann durch die Wüsten im Nahen Osten gerade nicht rennen.
00:24:00: Und plant jetzt einen Weltrekordversuch Ende Oktober in Marokko in der Sahara?
00:24:04: indem sie dreiunddreißig Ultramarathons an dreiund dreißig aufeinander folgenden Tagen läuft.
00:24:10: Und dort begleitet wird von einem ehemaligen Jüsten-Champion, der als Berbernomade aufgewachsen ist und auch eine ganz spannende Hintergrundgeschichte hat, auch sehr viele Schicksalsschläge so in seinem Leben hatte.
00:24:24: Mit dem versucht sie mit der Aufmerksamkeit Spenden zu sammeln um neue Brunnenprojekte dortzubauen für die Menschen, die dort leben weil der Wassermangel wird dort immer schlimmer.
00:24:34: Ich meine, was man hier in Deutschland an Flüchtlingsbewegungen diskutiert fängt ja auch irgendwo an.
00:24:39: Nämlich wenn Menschen einfach nicht mehr überleben können weil sie einfach kein Wasser mehr haben und dann natürlich jeder Mensch würde sich auf den Weg machen an einen Ort wo man besser überleben kann.
00:24:49: Und das war so ist dieses Projekt zu mir gekommen.
00:24:54: und als es klar war Es ist jetzt nur ein Anführungszeichen Marokko und dieser Weltrekordversuch Habe ich überlegt, wie ich das irgendwie auf die Beine gestellt bekomme?
00:25:03: Hab jetzt fünfzehn Sender angeschrieben.
00:25:07: Zwei Lette of Interest von Sendern, die den Ruhsschnitt sehen wollen aber noch vorher keine Zusage machen können und hab irgendwie gedacht Ich will diese Geschichte erzählen.
00:25:18: Weißt du so Die Rent halt!
00:25:19: Die Rent hat ob jetzt mit oder ohne uns.
00:25:21: Und ich will diese Geschichte erzählen.
00:25:24: Ich will ohne jetzt irgendwie zu spirituell klingen zu wollen, aber seit drei Monaten finde ich wirklich im Wochentakt.
00:25:33: Glückssens auf der Straße.
00:25:34: Ich habe mittlerweile mit meinen Kollegen und Kolleginnen, wir haben so eine WhatsApp-Gruppe und jede Woche poste ich da irgendso ein Glückspennybild die feiern sich schon total!
00:25:44: Und ich hab irgendwie gedacht keine Ahnung wie ich dieses Projekt finanziert bekomme.
00:25:48: aber irgendwie das ist doch ein gutes Zeichen wenn ich hier Fans finde ich meine ich müsste ziemlich viel rumlaufen um diesen Film zu finanzieren und nicht immer nur einen Cent finde aber irgendwie wird es schon klappen.
00:26:00: Und auch da wieder über zwei sehr glückliche Wendungen haben mir jetzt zwei Menschen aus meinem persönlichen Umfeld Privatdarlehen geben können für dieses Projekt, sodass ich diesen Dreh finanziert bekomme und vorfinanziert bekam.
00:26:13: Das ist zwar sehr riskant das Filme machen was ich so vielleicht auch also frag mich danach nochmal ob ich es empfehlen würde.
00:26:20: aber ich glaube so grundsätzlich werde ich's nicht empfehchen.
00:26:24: Aber die Zeiten sind schwer geworden, auch mit den Sendern jetzt aktuell und mit den Rundfunkbeiträgen ist ja nicht ganz klar.
00:26:30: Deswegen haben gerade viele Kürzungen oder Produktionsstops.
00:26:33: Und Ja ich habe jetzt echt gemerkt Ich muss es einfach in die Hand nehmen und irgendwie es zieht mich dahin.
00:26:39: Ich finde man sollte grundsätzlich seiner Intuition folgen irgendwie ein guter Film draus werden, weißt du?
00:26:48: Und wer weiß was mich dann dort noch so erwartet.
00:26:50: Weil oftmals das ist das Schöne am dokumentarischen Arbeiten.
00:26:54: Gehst du irgendwo hin, du recherchierst natürlich vorher und bereitest dich vor aber du kannst ja nie wirklich wissen was dich dann vor Ort da erwartet und manchmal ist es noch viel besser als man das hätte recherchieren können vorab und von daher bin ich jetzt guter Dinge hier langsam dann am packen, am vorbereiten und in drei Wochen geht's los.
00:27:11: Ja wahnsinn richtig beeindruckend und auch super cool, dass du wirklich so doll gemerkt hast ich will das machen.
00:27:18: Ich will das erzählen und ich da auch nicht dann abhalten lässt von ja vielleicht erst mal zackhaften Rückmeldung von Sendern oder
00:27:26: Schmettern kann schon man auch sein.
00:27:29: Teilweise auch ganz schön niederschmettern.
00:27:33: Aber eben dann zu sagen brauche ich es aber trotzdem und ich fühle das so sehr und ich glaube auch total an solche Zeichen wie mit den Glückssens Ja irgendwie ist es dann ja auch super toll.
00:27:44: Also diese innere Power zu haben, weil ich will das aber und ja total spannend und auch super beeindruckende Frau die du dann begleitest also erstmal schon mal ganz viel Erfolg und Glück und alles was ihr dafür braucht das schönzumachen.
00:27:59: und supertoll dass sie da auch sowieso macht und du sie dann da begleitet richtig beeindruckend Magst du uns mal mitnehmen?
00:28:07: Ich glaube nämlich, dass viele das vielleicht auch gar nicht so wissen oder greifen können.
00:28:11: Wie ist der Entstehungsprozess von... Du hast jetzt eine Idee oder eine Geschichte, die du erzählen möchtest bis hin zu dann der fertigen
00:28:20: Dooku?
00:28:20: Ja total gerne!
00:28:22: Also da würde ich zwei verschiedene Wege unterscheiden.
00:28:27: Der eine Weg ist oder vielleicht fast sogar drei, der eine Weg is Fernsehen Der andere Weg ist Kino.
00:28:33: Und der dritte Weg ist so wie jetzt mit dem Sahara-Projekt, was völlig sozusagen freies und unabhängig ist aktuell noch und wo man dann auf die Auswertung wenn der Film fertig ist setzt so.
00:28:45: Fernsehen und Kino sind unterschiedlich aber vielleicht so wie ich daran gehe.
00:28:49: also beispielsweise ich lese irgendwas oder führen ein Gespräch mit einer Freundin oder einem Freund und erfahre von einer Story, wo ich so denke Boah!
00:28:59: Das klingt ja irgendwie krass, da könnte ich mir eigentlich einen Film vorstellen.
00:29:06: Und dann fängt man erst mal an zu recherchieren, dass du erstmal mit der Person ansprichst über die der Film sein soll, also ob das wirklich trägt als Story was alles noch so rundherum erzählt werden kann, ob es dazu vielleicht auch schon Filme gibt oder so und... fängst erst mal an, so eine gewisse Analyse zu machen und so zu sendieren.
00:29:28: Und dann schaust du okay irgendwie muss man so ein Projekt ja finanzieren und für immer ist es echt erstaunlich teuer.
00:29:36: Irgendwie muss man einen Projekt finanziert kriegen.
00:29:43: Ich weiß gar nicht ob das stimmt wenn ich sage der einfachste Weg der Finanzierung ist weiterhin mit Sendern weil es wird immer schwieriger da sich auch gerade sehr viel in dieser Branche verändert.
00:29:55: Aber gehen wir mal davon aus, man hat einen starken Stoff und man findet dafür oder möchte dafür ein Senderpartner finden.
00:30:01: also guckt man erst einmal welche Sendeplätze kommen.
00:30:03: dafür eine Frage?
00:30:04: Man hat die ARD, ZDF und dann die jeweiligen lokalen Senden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
00:30:09: Dann gibt es noch Privat-Senders, Streamer so Und guckt erstmal wo das passen könnte.
00:30:15: mittlerweile hat man da eigentlich so ein ganz gutes Gespür für.
00:30:18: Wir kennen ja auch die Redakteure und Redakteurinnen Welche Formate gerade überhaupt noch offen sind für neue Stoffe oder schon das Ende des Endes, die Sieben und zwanzig ausgeplant ist ungefähr.
00:30:31: Und normalerweise würde ich dann einfach mal die Redakteurin wenn ich sie keine anrufen und sagen pass mal auf Ich habe hier einen neuen Stoff.
00:30:36: könntest du dir das grundsätzlich vorstellen?
00:30:39: Dann würde ich was ausarbeiten, exposieren, Pitch decken und euch mal rüberschicken.
00:30:43: so wenn der Ja sagt arbeite ich das aus, dann erstellt so eine Unterlage wo eben klar wird wie die Produktion abläuft.
00:30:50: Wie die Geschichte ist.
00:30:51: vielleicht hast du schon ein paar erste Bilder dass man sich so den Stil vorstellen kann wie das erzählt werden soll und wie der Produktionszeitraum ist damit die das sozusagen in der Redaktion gut abschätzen können ob das rein passt für sie.
00:31:06: Und dann schickst du das ab und hofft, dass positive Resonanz zurückkommt.
00:31:11: Das geht dann immer erst mal durch viele verschiedene Gremien von der Redakteurin selbst in die Redaktionskonferenz.
00:31:18: Dann gibt es noch größere Gremianen in der gesamten ARD damit auch alle untereinander wissen, dass jetzt nicht so zu sagen zwei verschiedene Sender zum gleichen Thema gerade was in der Mache haben sondern dass das einfach alles zusammenpasst Parallel, also es ist eigentlich sehr selten geworden, dass Sende das zu hundert Prozent bezahlen.
00:31:37: Schaust du natürlich nach Förderungen?
00:31:38: Da gibt es immer Förder-Deadlines das ganze Jahr über.
00:31:42: Es gibt die regionalen Förderung und die Firma für dich Arbeiterfechner Media, die sitzen in Baden-Württemberg.
00:31:47: Das heißt wir würden bei der MSG schauen was gibt's gerade für Fördermöglichkeiten und Anträge stellen.
00:31:54: D.h.,
00:31:54: da versucht man immer so zweigleisig zu fahren.
00:31:58: Wenn das alles klappt und Manifidanzierung zusammen hat für Fernsehen, dann geht es in die Produktion und in den Schnitt.
00:32:07: Color grading, in die Tonmischung.
00:32:11: Ich erzähle das deswegen so schnell weil es eigentlich auch ganz gut im Verhältnis steht gefühlt zu wie viel Zeit man reinsteckt in die Vorproduktion was man als Ding überhaupt mal irgendwie produktionsreif hat und finanziert hat versus der eigentliche Dreh ist so schnell vorbei dann irgendwie hier und ja aber dafür macht man's halt Ja, dann wird das ausgestrahlt der Film und dann hofft man darauf dass die Redaktion keine allzu vielen erbosten Zuschauerbriefe bekommt damit sie beim nächsten auch wieder was mit dir beauftragen.
00:32:46: Und ja, der andere Weg ist Kino.
00:32:48: da gibt es eigentlich nicht den klassischen Weg würde ich sagen sondern du kannst Filme über Crowdfunding finanzieren Du kannst Filmen über Sponsoring finanziert.
00:32:58: Wir machen's gerade bei unserem Projekt auch über Impact Investoren und Investorinnen zum Beispiel die dann an so einem potenziellen Erfolg beteiligt werden.
00:33:08: Also da gibt es ganz viele unterschiedliche Wege und jede Geschichte ist auch irgendwie anders, ne?
00:33:14: Manche Geschichten wie jetzt The Story of a New World führen dich in acht Länder auf drei Kontinente und dauern dann natürlich ihre Zeit und manche Geschichten finden direkt in deiner unmittelbaren Nachbarschaft statt und sind in einer Woche abgedreht oder in zehn Jahren weil du eine Langzeitdoku machst.
00:33:33: Da gibt es eben nicht den einen Weg, was mich manchmal auch verzweifeln lässt.
00:33:37: Weil ich mir so denke bei jedem Projekt fängt man gefühlt auch wieder bei Null an und sitzt wieder da und ist vor so einem Strategiespiel und denkt sich so wie puzzel ich
00:33:47: das jetzt
00:33:48: zusammen?
00:33:48: Dass das am Ende irgendwie funktioniert.
00:33:54: Aber ja wird nicht langweilig auf jeden Fall
00:33:57: Das war schon mal gut.
00:33:59: Ja, aber das ist auch wirklich also wie viele Instanzen und auch Personen da mit involviert sind?
00:34:03: Und wie viele Schritte und Felder... Also ja ich habe ja auch meine Fernsehbranche so lange gearbeitet und fand es da auch schon total beeindruckend weil aus einem Gefühl dafür zu kriegen wenn wir jetzt drei Minuten Fernsehebeitrag haben Wie viele Arbeitsstunden da drin stecken und wie viele Menschen nachher mitteiligt sind und wie viel verschiedene Konferenzen und Gedanken Das hat man ja sonst vielleicht auch gar nicht so auf dem Schirm, wie groß dieser ganze Prozess ist bis zu den eigentlichen Filmen.
00:34:34: Daher danke dass du uns das jetzt auch noch mal so aufgedröselt und erzählt hast.
00:34:38: Weil ich finde es macht dann ja auch nochmal irgendwo Wertschätzen dafür einen Dooku die man vielleicht so schaut nebenbei noch ein bisschen am Handy.
00:34:46: Aber wirklich sich das bewusstzumachen, wie viele Arbeitstunden Input steckt da drin.
00:34:53: Und wie viel Herzblut auch einfach letztendlich?
00:34:56: Total, mich haben da zwei Zahlen total beeindruckt.
00:34:59: Die eine ist der durchschnittliche Kinodokumentarfilm wird von unter Zehntausend Menschen gesehen in Deutschland wo ich so denke, man steckt ein Jahre rein und am Ende sehen es weniger als Zehnteusend Menschen.
00:35:13: wenn das jetzt nur im Kino läuft viele werden dann ja doch auch einer Zweitverwertung oder so bei Sender gezeigt.
00:35:18: aber dass Deswegen geht bitte ins Kibo und schaut euch Dokumentarfilme an, weil es so toll ist in einem dunklen Raum zu sitzen.
00:35:28: Und dann einfach neunzig Minuten in eine andere Welt entführt zu werden und eben nicht parallel am Handy zu sein sondern sich wirklich mal darauf einzulassen.
00:35:36: Die andere Zahl die mich echt... Wir haben ja mit der Story Avenue World einen Spielfilm mit dokumentarischen Elementen und ich glaube hätte man mir das gesagt bevor wir angefangen haben, hätte ich echt noch einmal überlegt Es wurde, also wir sind ja jetzt im fünften Jahr und arbeiten daran.
00:35:54: Und der durchschnittliche Spielfilm dauert elf Jahre von der ersten Idee bis er im Kino zu sehen ist.
00:36:02: Das heißt wenn ihr das nächste Mal ein Spielfilm euch anguckt... Außer da sind jetzt große Studios dahinter die das Ding green lighten und dann wird das in zwei Jahren produziert oder so ne?
00:36:11: Aber der durchsschnittliche Spielfilm dauerte elf Jahre.
00:36:14: Das heisst es gibt manche die dauern zwanzig und manche gehen schneller.
00:36:18: aber da habe ich gedacht Diese Arbeit, diese Passion.
00:36:21: Du musst ja auch elf Jahre lang an das Thema glauben und immer wieder irgendwie dann auch schaffen, dass dir der Blick darauf gelingt als würdest du das Ganze zum ersten Mal sehen um einen guten Film zu machen den Leute dann tatsächlich irgendwann zum ersten mal sehen Und das finde ich schon sehr beeindruckend.
00:36:38: Also, ich habe dann ganz großen Respekt und eine Wertschätzung für alle meine Kollegen-Kolleginnen in der Branche.
00:36:44: Und gerade auch im Dokumentarfilm ist es leider überhaupt nicht einfach davon zu leben.
00:36:48: also die meisten haben noch parallel irgendwelche anderen Jobs und kämpfen sich durch.
00:36:53: Wenn du Familie hast, ist es noch schwieriger.
00:36:56: von daher... Ich bin schon sehr dankbar dass jeden Tag machen zu können Auch in dem Gefühl, dass es keine Selbstverständlichkeit ist und dass es auch sein kann dass ich es irgendwann nicht mehr machen kann, so aus welchen Gründen auch immer.
00:37:10: Und ich glaube wenn man weiß das Dinge irgendwie einem total viel geben aber auch irgendwo endlich sein können dann weiß man uns noch mal mehr zu schätzen was man hat.
00:37:20: Ja voll, du hast schönes gesagt sehr absolut und auch ja auch da sich so bewusst zu machen.
00:37:26: also sei jetzt selber indem ich das schaue und mir bewusst mache, wie viele Arbeitsstunden dahinter stecken.
00:37:35: Wie viel Herz und wie viele Menschen als auch... Jetzt in eurer Position, sich so lange für dieses Thema immer wieder zu begeistern und daran zu glauben.
00:37:45: Und gerade in dieser sehr schnellen Wegenzeit irgendwo auch irgendwie so sehr konträr aber total wertvoll und schön.
00:37:52: Ich finde das nämlich auch ganz cool.
00:37:53: Das habe ich bei deinem Instagram-Profil gesehen oder auch dieses was man vielleicht glaubt wie dann ein Leben jetzt von dir vielleicht irgendwie aussieht!
00:38:02: So war Glamour und Film und Kameras im
00:38:04: Pool.
00:38:05: Im Filmfestival, uuuh!
00:38:07: Aber apropos Kan-Filmfestival Cappuccino für sechzehn Euro kann ich nicht empfehlen.
00:38:13: Schnapper Das echt wild aber genau auch da so zu merken Boah wie viel da aber noch weiter hinter steckt und ja für welche Leidenschaft letztendlich das dann auch irgendwo funktioniert oder funktionieren muss.
00:38:29: Wie war das eigentlich bei dir?
00:38:30: Hast du auch früh im Kinder- oder Jugendalter schon mit Kameras Kontakt gehabt, oder ist es dann eher durchs Studium entstanden.
00:38:38: Also man muss dazu sagen... Ich habe das große Glück, dass ich Dokumentarfilm-Regisseurin bin.
00:38:44: Das heißt an sich hab' ich eigentlich immer Kameraminschen dabei und muss mich nicht selbst mit der Technik rumschlagen weil das liegt mir wirklich gar nicht!
00:38:52: Ich bin so typ...ich möchte auf den Knopf drücken und dann soll es bitte funktionieren und wenn's nicht funktioniert, dann versuche ich es nochmal auszuschalten.
00:38:59: und wenns beim zweiten mal immer noch nicht funktioniert?
00:39:01: Dann hau´ ich frustriert in die Ecke und mach was anderes.
00:39:07: Aber zur Zürichn muss ich ja zu glück damit eigentlich nicht... so viel zu tun haben.
00:39:11: Aber es stimmt schon, also ich habe somit ja dann vielleicht auch mit so zehn elf Jahren zum ersten mal eine Kamera in die Hand gekriegt und ich hab schon immer unglaublich gern fotografiert vor allem Menschen, Tiere und Natur Wenn man so mit offenen Augen durch die Welt geht, ist es so unglaublich schön am Leben zu sein.
00:39:35: Ich denke mir auch jetzt gerade heute Morgen bin ich aufgewacht und vor meinem Fenster steht eine Birke.
00:39:40: Und die Birken sind immer die Ersten, die anfangen ihre Blätter zu färben.
00:39:46: Die werden grade alle so gelb!
00:39:48: Wie schön das altbar aussieht diese ganzen kleinen Blätter... Und so ganze Stränge, die gelb sind und andere sind auch grüten.
00:39:56: Und da mal reinzuschauen wie der Winter durchwählt.
00:39:58: Da kann ich mich total für begeistert sein wirklich besser als Fernsehen.
00:40:04: Das hat mich schon immer glaube ich geprägt dadurch vielleicht ein bisschen was konservieren zu wollen von einer Vergänglichkeit und etwas was ständig in Bewegung ist.
00:40:14: Ich habe jetzt dieses Jahr angefangen eben weil das auch aus diesem Frustrationsmoment heraus entstanden ist, dass die Dinge immer so ewig lang dauern.
00:40:22: So kleine Projekte einfach für mich umzusetzen, die Kamera selbst in die Hand zu nehmen und dadurch auch ein besseres Gespür zu bekommen für meine Kollegen und Kolleginnen und deren Metis.
00:40:32: weil das also halt auch noch mal einen ganz anderen Blick darauf erfordert Und ich habe mich Anfang letzten Jahres parallel zu meinem Hauptjob selbstständig gemacht.
00:40:42: als Porträtfotografin kommt das feministische Thema wieder zu mir irgendwie.
00:40:51: Und habe unglaublich schöne Begegnungen seitdem mit Frauen, die auch oft in so Übergangsphasen sind also entweder krank waren und gerade wieder gesund werden und mit ihrem Körper irgendwie so neuen Zugang entwickeln oder gerade schwanger sind zum Beispiel oder älter werden und so Bilder wollen von sich wo sie sich gefallen und wo Sie sich erkennen drauf.
00:41:17: Ich finde diese Begegnungen, weil das ist so total klein für mich.
00:41:21: Weil ich hab dann einen Shooting.
00:41:22: Das geht irgendwie zwei drei Stunden danach bearbeitete Bilder und dann habe ich ein Produkt in den Händen und jemand freut sich drüber.
00:41:29: Und dieses also einmal den Kreis komplett zu schließen sozusagen und etwas fertigzumachen.
00:41:36: Ich finde es ein unglaublich schönes Gefühl wenn man schöpferisch und kreativ tätig
00:41:39: ist.
00:41:42: Ja, von daher also die Kamera... Ich bin schon sehr verbunden mit Kameras eher fotografisch als filmerisch.
00:41:49: Aber das Filmische kommt gerade so zu mir auch wenn ich nicht die Ambition habe, Kamerafrau zu werden und auch echt Respekt habe vor Menschen, die das machen.
00:41:59: weil ich hab' es bei unserem Kinodokumentarfilm oder Kinofilmen bei unserem Kameramann Johannes Obermeier ganz toller Kameraman.
00:42:10: Der hat dann irgendwann so auf einer langen Autofahrt gemeint, naja immer wenn er arbeitet ist er unterwegs.
00:42:15: Und ich finde gerade dieses Wechselspiel von Ich kann unterwegs sein mit meinem Job aber ich habe genauso stinklangweilige Bürophasen wo ich einfach nur am Schreibtisch sitze und mein Grab schreibe und mache usw.
00:42:29: Und grade diese Mischung also Wurzeln und Flügel irgendwie zu haben mit diesem Job find' ich unfassbar schön.
00:42:36: Toll!
00:42:36: Ja, richtig schön.
00:42:38: Oder auch richtig schön mit dem Fotografie-Projekt noch?
00:42:41: Das ist Projektjob!
00:42:43: Weil das ja auch was super, super Schönes.
00:42:45: Wie ist das für dich entstanden?
00:42:47: So da die Idee zu sagen genau das möchte ich fotografieren und machen.
00:42:53: Du warst eine Freundin, eine sehr gute Freundin von mir Franzi, die vor zehn Jahren eine Diagnose bekommen hat.
00:42:59: Die bedeutet hat für sie dass Sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in ihrem Leben Brustkrebs kriegen wird Und sich deswegen proaktiv dafür entschieden hat, beide Brüste abnehmen zu lassen.
00:43:12: Und mich gefragt hat ... weil sie wusste ich fotografiere gerne und wir sind einfach eng befreundet haben Vertrauensverhältnis und hat mich gefragt ob ich mir vorstellen könnte Sie vorher noch mal zu fotografieren damit sie einfach was hat woran sie sich so erinnern kann wenn sich ihr Körper verändert danach?
00:43:30: Also ich habe keine Sekunde gezögert und das sofort mit ihr gemacht und es war einer der tiefsten und schönsten und warmherzigsten Momente unserer Freundschaft.
00:43:38: Und da durch diese Erfahrung, das war auch wieder der Samen wo ich mir in dem Moment noch gar nicht gedacht habe dass daraus irgendwie mehr entstehen könnte aber das was alles wenn ich jetzt darauf zurückblicke das war wo es losging auch in mir zu arbeiten.
00:43:58: und dann hatte ich jetzt also lebe in Dresch seit vielen Jahren und hab hier in meiner Community einfach unglaublich tolle Frauen.
00:44:06: Und wir haben dann auch angefangen, so Frauenkreise zu machen um uns einfach mal nur unter Frauen über bestimmte Themen irgendwie auszutauschen die Frauen beschäftigen.
00:44:15: Menstruationszyklus zum Beispiel.
00:44:16: So können Männer leider nicht so viel mit anfangen obwohl ich finde dass sie sich damit auch beschäftigen sollten.
00:44:21: Dann könnten Sie uns besser unterstützen!
00:44:26: Und durch diese Frauenkreise habe ich gemerkt, wie gut mir das tut einfach so mit Frauen zusammenzuarbeiten.
00:44:33: Wie sehe ich das Liebe?
00:44:34: Ich finde es auch noch mal... Ich arbeite öfter mit Männern und hab auch viel.
00:44:38: irgendwie so ist okay aber ich finde mit Frauen zu arbeiten in so sensibleren Kontexten unfassbar ermächtigend weil ich das Gefühl habe ich kann einerseits dieser Frau gerade total viel geben.
00:44:53: Nehmen wir aber selbst auch aus jeder dieser Begegnungen wieder was mit, weil wir alle um also mit ähnlichen Themen zu tun haben und alle Unsicherheiten kennen mit unserem Körper.
00:45:05: Und gerade wenn er sich verändert und so.
00:45:08: Ja deswegen habe ich dann Anfang letzten Jahres auch aus so einem Frust heraus von Mann Ich will irgendwie schöpferisch kreativ tätig sein und nicht wie man das schneller geht.
00:45:17: Da hatte ich ein bisschen mit reduzierterem Stundenumfang gearbeitet in der Zeit und hab daraus dann dieses Fotografie, diese Nebentätigkeit heraus gegründet.
00:45:26: Und war total erstaunt wie das flutscht!
00:45:30: Also ich muss mich da überhaupt nicht anstrengen... Das ist total im Flow.
00:45:33: die Frauen finden zu mir.
00:45:35: Ich habe nicht den Drang davon leben müssen, sondern es ist auch total okay wenn ich meinen Monat keinen Auftrag habe oder so.
00:45:42: Jetzt arbeite ich auch wieder fulltime bei meinem eigentlichen Job.
00:45:44: D.h.,
00:45:45: die Shooting-Termine, die ich habe sind eh ein bisschen begrenzter.
00:45:49: Ich finde, das ergänzt sich so wunderschön.
00:45:51: Also ja... Das gibt mir einfach total viele diese Begegnungen und gleichzeitig macht es mich dann total freudig.
00:45:56: Ich habe gestern bespät abends an der Bildbearbeitung von meinem letzten Auftrag gesessen und das dann auszuliefern und danach so total begeisterte Nachricht und Anrufe zurückzukommen.
00:46:07: und die Frauen, also meine letzte Frau, die ich fotografiert habe hat total unsicher gestartet und gemeint sie hat drei Kinder, sie stand noch nie wirklich im Mittelpunkt.
00:46:19: Sie kümmert sich immer um andere und sie weiß gar nicht wer sie ist wenn sie das nicht tut.
00:46:24: Und nach zwei Stunden steigt sie bei mir aus dem Auto aus drückt mich zweimal guckt mich an und sagt ich habe mich heute richtig schön gefunden.
00:46:33: Ich könnte heulen in solchen Momenten.
00:46:38: Dafür für diese Erfahrung!
00:46:40: In der Hälte jetzt in der Hand und das wird sie immer wieder daran erinnern, dass ihr Raum einnehmen darf.
00:46:47: Dass ich strahlen darf, dass ich für sich selbst sorgen darf.
00:46:50: Das sie nicht aus einem leeren Tasse sozusagen schöpfen kann sondern dass die der Mittelpunkt ihres Lebens sein darf.
00:46:58: Und wie schön!
00:47:00: Also das berührt mich einfach total.
00:47:02: ja Oh, wie toll!
00:47:04: Ja, danke, dass das auch mit uns heißt.
00:47:06: Das ist wirklich super schön und ich finde es auch so toll.
00:47:13: Also mit Frauen sein, mit Frauen arbeiten sich von Frauen inspiriert fühlen gegenseitig inspirieren.
00:47:18: Es ist einfach so eine Mega-Power und das ist so großartig!
00:47:23: Und auch gerade dieses Gefühl von ja wenn wir uns in Veränderungsphasen befinden oder der Körper sich verändert da immer wieder bei sich einzuchecken wie geht's ne Graf?
00:47:34: Was brauche ich grade und auch Veränderungen irgendwie dann anzunehmen.
00:47:39: Ohne in so einem, oh Gott, jetzt bin ich nicht mehr die Alte oder also... Ich habe das auch erlebt mit Freunden, denen die Kinder gekriegt haben und dann so ein Gefühl war von, mein Körper ist nicht mehr der gleiche wie früher.
00:47:51: Und da auch zu sagen ja aber du hast doch einen Menschen erschaffen!
00:47:55: Boah, diese Fülle und schön hat irgendwie mit sich zu spüren.
00:47:58: Und wie du jetzt auch dann machst, mit Fotos festzuhalten... Das ist so was Schönes!
00:48:04: Richtig cool dass du das für dich noch mal dazu entdeckt hast.
00:48:07: Ohne kann ich mir auch total vorstellen als Ergänzung dann gerade sowas die Schnelligkeit betrifft oder auch so Wann hast du das Produkt in den Händen?
00:48:15: Kann ich mir vorstellen es total wertvoll dann auch beides zu haben.
00:48:20: Das ist so toll, dass ich total mein Lied seit April euch das entdeckt.
00:48:36: Weil da geht es genau darum, das ist ein ganz tolles Lied von Ray mit Hans Zimmer und sie singt nämlich so You must have faith in the seeds that are planted.
00:48:46: Und da habe ich gerade total dran gedacht...
00:48:49: Vielleicht wird auch ja die Titelmelodie vom Sahara-Song, you never know!
00:48:52: Das bleibt so langsam oder auch gerade einsam?
00:48:56: Toll!
00:48:57: Ja, das is also wirklich so eine ganz tolle Power-Lied.
00:49:00: War schön!
00:49:01: Genau diese Samen, die wir da irgendwie sehen, klar manchmal brauchen wirklich lange, bis man da einen Sprüßling sieht.
00:49:08: Aber irgendwie sind sie ja da und wachsen und manchmal sehen wir es nicht und dann sehen was dann doch irgendwann... Das ist richtig schön!
00:49:16: Wie ist das für dich eigentlich?
00:49:18: Ich meine du hast erzählt, du bist in der Zeit, wie schaust du so?
00:49:21: Ich finde es nämlich manchmal gar nicht so leicht diese Ballons aus.
00:49:24: Wir sind konfrontiert von diesen ganzen Themen, sei es Klimakrisen, politische Krisen.
00:49:31: Alles bedingt sich irgendwie und wie schaffst du's auch?
00:49:34: Weil du ja auch eben sagtest so für dich ist das auch ganz wertvoll und wichtig immer so Lösungsorientiert zu filmen und zu schauen.
00:49:41: Wie schaust Du so in die Zukunft?
00:49:43: also hast du da was ist so für Dich gerade dein Gefühl zur Zukunft wenn sich das überhaupt so definieren lässt.
00:49:52: Das ist total eine schöne Frage.
00:49:56: Ich muss gerade, kennst du noch von früher diese Kuckröhrchen durch die man so durchguckt?
00:50:03: Wie nennt man das?
00:50:03: Kalidoskop.
00:50:06: Die das dann so brechen und das sieht immer irgendwie schön aus aber es ergibt nie so ein ganzes Bild irgendwie.
00:50:13: Diese Assoziation kommt mir grade weil... Es ist unglaublich vielschichtig und ich finde es gerade ganz spannend in dieser Zeit am Leben zu sein, weil sich ja grade.
00:50:27: Unfassbar viel verändert.
00:50:28: was wir also guck mal Ich bin groß geworden da gab's noch nicht mehr Smartphone Und jetzt reden wir über die KI Revolution und so dass sie die Welterschaft übernimmt.
00:50:38: und Also ich sehe weder eine rosige noch ne schwarze zukunft sondern ich sehe eben so eine kaleidoskopartige bunte Zukunft, wo nicht alles gut sein wird.
00:50:47: Sondern wo wir uns auch immer wieder... Wir bleiben Menschen!
00:50:50: Wir haben unsere Themen und immer wieder aber auch weiter damit so beschäftigen müssen und kämpfen müssen für das was uns wichtig ist also die Werte für die werte eintreten wie zum beispiel menschenfreundlichkeit für toleranz und offenheit für demokratie für grundrechte für nachhaltigkeit also immer wieder zu schauen, wo Unrecht passiert tätig zu werden.
00:51:16: Und andererseits habe ich auch einfach oder vielleicht versuche ich mich da gerade an so ein Strohhalm zu klammern, dass Vertrauen zu entwickeln, dass genug Menschen gerade eigentlich das Gute wollen und auch ich glaube grade sehr viele Menschen feststellen.
00:51:36: Moment mal!
00:51:36: Ich will nicht, dass nach AfD mein Bundesland regiert.
00:51:39: Ich will nichts, dass meine Freunde die nebenan wohnen ausgewiesen werden nur weil sie einen anderen Pass haben oder eine andere Hautfarbe?
00:51:45: Ich will nicht, dass irgendwie ganze Communities verseucht werden, weil dort irgendwelche neuen Datenzentren hingebaut werden damit ich meine Chachibit hier an Frage starten kann ob mir jetzt die Frisur die andere besser steht, habe ich auch schon mal gemacht.
00:51:59: Aber
00:51:59: da ist
00:52:00: einfach immer wieder irgendwie ein bewusster Umgang.
00:52:03: Chadjibi konnte mir übrigens nicht helfen bei der Frisurenfrage.
00:52:06: also kann es mich empfehlen ja und immer wieder so damit einen Umgang zu finden dass wir in einem sehr komplexen Zeitleben und das ist aber trotzdem auch wenn's mir mal nicht gut geht.
00:52:18: Wenn es mir nicht gut geht, gehe ich raus in die Natur.
00:52:20: Dann lege ich mich oder setze mich irgendwo auf eine Wiese und gucke mir entweder das ganz kleine oder das ganz große an.
00:52:26: und das hilft mir immer total bei so einer Perspektivverschiebung weil ich denke ja auch in der Natur gibt es Jahreszeiten auch da vergehen im Herbst Dinge kommen zur Ruhe und gehen vielleicht auch kaputt.
00:52:38: Und kommen im nächsten Frühling nicht wieder, aber dafür kommen andere Dinge und ganz viele andere bunte Blumen beim nächsten Frühlingen wieder.
00:52:44: Auch mit so einer gewissen Gelassenheit.
00:52:46: Ich glaube das habe ich jetzt dieses Jahr insbesondere durch Surfen gelernt.
00:52:51: Warst du schon mal surfen?
00:52:53: Nee, ganz lustig!
00:52:54: Ich hab dieses Jahr ein Surf-Retreat gemacht und er wird zu surfen.
00:52:59: Da musst
00:52:59: du gleich mal ziehen...
00:53:01: Aber
00:53:02: wenn du da im Line-Up sitzt und so aufs Meer rauskuckst, guckst du ja auch bloß aus dem nächsten Set was anrollt um sozusagen die nächsten drei, vier Wellen anzugucken.
00:53:11: Und zu schauen welche du davon nehmen willst.
00:53:13: Du guckest nicht auf den ganzen Ozean der da möglicherweise gerade auf dich zu rollt.
00:53:18: Und du musst wissen in welche Richtung du fahren willst weil sonst funktioniert das nicht.
00:53:22: Du musst wissen du wirst in Richtung Strand fahren.
00:53:26: Position begeben.
00:53:27: Du musst was dafür tun, indem du anpaddelst und dann stehst du auf der Welle, musst es halbwegs können.
00:53:32: aber du musst vor allem auch vertrauen und immer wieder schauen die Welle verändert sich ja auch während sie dann unter dir dich mitnimmt immer wieder dich anzupassen und das finde ich ist das Schöne.
00:53:42: wir sind als Menschen unglaublich anpassungsfähig und das können wir nutzen.
00:53:45: deswegen also Long Story Short Ich schau sehr bunt in die Zukunft!
00:53:50: Ich weiß dass es nicht einfach wird aber ich weiß auch dass es wert ist in diese Zukunft hineinzuleben und das es richtig schön werden kann.
00:54:00: Ach, richtig toll.
00:54:01: Ja ich finde es auch so total schön!
00:54:03: Ich versuche mich da auch immer wieder sehr in das Vertrauen zu geben wie viele Menschen es gibt die so eine Power haben mit anzupacken hinzuschauen und eben nicht in Ignoranz und Wegschauern ihr Leben bestreiten sondern da schon auch für sich schauen wie kann ich mich einbringen?
00:54:17: Wie kann ich Gemeinschaft fördern und unterstützen?
00:54:20: Und ich find's mir auch total beeindruckend.
00:54:22: ich arbeite ja in der Kinder- und Jugendhilfe und wie viel power auch teilweise da schon in den jüngsten Kindern ist.
00:54:28: wir waren neulich im Wald Und der eine, der sechste umarmte dann so ein Baum und sagte so die sind so schön.
00:54:33: Die müssen wir beschützen!
00:54:35: Das war nicht so krass ohne dass die jetzt per se schon so riesen Bild haben.
00:54:40: natürlich von Natur und Klimaschutz und sonst.
00:54:43: aber einfach in diesem Gefühl zu sein von Natur ist schön und wir wollen das beschützen.
00:54:48: So dass man sich so cool und ja da auch so drauf zu vertrauen dass es eben viele Menschen gibt die sich einbringen und beschützen wollen oder schützen wollen Trotzdem aber auch anpassungsfähig sind, was da sich irgendwie verändern wir irgendwo.
00:55:03: Es
00:55:03: gibt eine Studie die übrigens besagt dass das die Mehrheit ist.
00:55:07: Die Mehrheit fordert auch von Regierungen zum Beispiel besseren Umgang mit Klimaschutzmaßnahmen und so weiter.
00:55:14: Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht einreden lassen nur weil eine andere Gruppe lauter ist das die mehr werden.
00:55:21: Die meisten Menschen sind gut davon bin ich echt überzeugt.
00:55:24: und es ist ein bisschen auch wie dieser Vergleich wenn du zum ersten mal irgendwie alleine ne Reise machst und alle in der Heimat sagen muss aber aufpassen, dass du da nicht irgendwie ausgeraubt und was weiß ich.
00:55:35: Und ja okay natürlich muss man immer mit einem gewissen Grundrespekt an Situationen herangehen in denen man noch nie war und mit einer gewissen irgendwie Umsichtigkeit so.
00:55:44: Aber die meisten, allermeisten Leute, die von Reisen zurückkommen, sagen krass.
00:55:48: Wie viele Leute da gastfreundlich waren!
00:55:52: Der Fremde der mir da geholfen hat... Die Familie, die mich da zum Tee eingeladen hat.
00:55:57: Die Personen mit denen ich einfach auf einmal drei Tage lang zusammen gereist bin weil wir uns so gut verstanden haben also so viele gute Dinge passieren da ja und das ist vielleicht auch irgendwie aus einer privilegierten Position heraus Das Glück gehabt zu haben, viel in meinem Leben schon reisen zu können.
00:56:13: Ich bin an jedem Ort auf richtig tolle Menschen gestoßen und zwar auf mehr tolle menschen als mal das ein oder andere der eine oder andere Mensch, der gerade irgendwie ein Problem an mir auslässt oder einen schlechten Tag hat und denkt mir irgendwie eins rein drücken zu müssen oder sowas.
00:56:27: aber das finde ich also wenn man mit so einer Grundhaltung durch die Welt geht macht es das zumindest für mich sehr viel einfacher
00:56:35: Total schön.
00:56:35: Ja, sehe ich ganz genauso und das ist ja auch gerade an Freisen oder auch teilweise im Alltag so was Schönes und auch manchmal so random Begegnungen wo man so denkt ach Das ist jetzt einfach toll.
00:56:48: Ich hatte es mal nicht.
00:56:49: auch Da habe ich auf Biegen und Brechen meinen Auto nicht mehr gefunden.
00:56:52: Total peinliche Story, aber es war auch in einer anderen Stadt.
00:56:56: Und so wirklich ist das kann doch jetzt nicht sein!
00:56:59: Das fühlt man sich natürlich auch total dämlich da irgendwie Leute anzusprechen.
00:57:03: Kennen sie irgendeinen solchen Platz?
00:57:04: oder irgendeine Kirche steht vielleicht?
00:57:07: Aber genau dann waren da zwei die so hilfsbereit waren und die gesagt haben hey wir nehmen dich mal ein Stück mit und dann gucken wir einfach mal hier in den Straßen ob dir da was bekannt vorkommt.
00:57:17: Boah, das war auch so ein tolles Erlebnis von wow.
00:57:20: Wie nett und wie hilfsbereit?
00:57:22: Und ja, das sind so richtig schöne Momente!
00:57:25: Und mit dem Surfen wollte ich noch sagen... Ich habe nämlich... Das ist auch schon eine Gastschweste hier im Podcast gewesen.
00:57:29: die lieben so seine Hoheit der das Buch geschrieben.
00:57:31: Leben ist mehr und da beschreibt sie das auch sowie für Sie das Surfen eben auch so irgendwo das Leben oft beschreibt oder ganz gut verbildlich,
00:57:40: gerade in dieses
00:57:41: die Wellensurfen manchmal mal da noch um.
00:57:44: Oder eine Wellerhaut einum und dann ist es wieder auch total der Flow und hab ich grad total daran gedacht, dass du das auch erzählt hast, dass mit dem Surfen auch so erlebt hast.
00:57:53: richtig schön!
00:57:55: Wir kommen so langsam zum Ende.
00:57:58: Hast du aber irgendwas wo du sagst?
00:57:59: Wäre dir wichtig nochmal zu sagen...
00:58:02: Ganz ungewohnt für Ducke und David im Regisseurinnen so viel über sich zu reden.
00:58:06: Meinst du, wenn ich diejenige, die das interviewt?
00:58:10: Nein, ich finde es ein total schönes Gespräch mit dir!
00:58:14: Mich würde noch interessieren, warum du diesen Podcast... Also was für dich so der Same und der Funke war?
00:58:20: Wo du sagst, das gibt dir irgendwie total viel dieser Austausch.
00:58:24: Und das willst du damit bewirken!
00:58:25: Also
00:58:25: es hat ja damals angefangen vor einem Jahr mit meiner Schwester zusammen.
00:58:28: Unsere Idee war ja wir leben hier zusammen in der WG und quatschen viel über alles.
00:58:34: Wir können ja einfach das mal aufnehmen weil wir beide auch Podcasts total cool und spannend finden.
00:58:39: Und dann ist es jetzt aber so, dass ihre Masterarbeit schreibt und auch einfach nicht mehr so viel Zeit hat.
00:58:44: Zumindest auch nicht wöchentlich.
00:58:46: Ich habe gemerkt, ich finde dieses Projekt so toll und spannend und hab dann eben auch festgestellt in dem Retreat mit der Hohheit wo es gibt so viele coole Frau, natürlich generell Menschen.
00:59:00: Ich will ja jetzt nicht per se Männer ausschließen aber mein Fokus sind da gerade schon die Frauen, die so viel Cooles irgendwie machen und so ein spannendes Gewirken haben oder irgendwelche Herzensprojekte ins Leben rufen gerufen haben.
00:59:13: und das ist jetzt so mein Ziel und Fokus mit Frauen zu sprechen wie auch mit dir, die einen Herzens-Projekt haben was ihnen wichtig ist in der Welt tragen Und das finde ich was ganz, ganz schönes.
00:59:28: Und da hoffentlich können wir auch vielleicht so ein bisschen wirklich in dieser Schwestis-Community denken, weil
00:59:33: ich
00:59:33: es auch so wertvoll finde, wirklich so eine Frauengemeinschaft und Netzwerk aufzubauen und gerade so als Gegenbewegung zu Frauen konkurrieren miteinander, wirklich in die ganz gegenteilige Richtung dass wir zusammenhalten und uns da irgendwie gegenseitig ins Bewillen und bestärken können Und das wünsche ich mir dann auch sehr von der Schwesties-Community, dass wir uns da irgendwie so in diesem Sisterhood Vibe bestärken.
00:59:59: Total schön, dass du da so den Raum kreierst, dass man sich auch richtig mal austauschen kann darüber über diese Themen
01:00:05: und...
01:00:07: Ich würde dir total gerne noch eine Frage zurückstellen weil mich das sehr interessiert wie schaust denn du in die Zukunft?
01:00:14: Ja, ich merke dem.
01:00:15: manchmal habe ich da also nein, ich versuche die Balance zu haben eine Tendenz?
01:00:21: Nein, ich merke voll.
01:00:25: Manchmal kann ich mich da sehr... in diesen Strudel rein denken von oh Gott, politisch wirtschaftlich Klima, KI Hilfe.
01:00:37: Das ist ja alles der Wahnsinn.
01:00:39: und wenn ich dann auch über meinen eigenen Kinderwunsch beispielsweise nachdenke denke ich mir das kannst du doch gar nicht bringen jetzt noch überhaupt an Kinder zu denken die du in diese Welt noch setzen möchtest.
01:00:48: also was bist du denn für dich?
01:00:49: Also dass sich da so manchmal dann in diese Richtung sehr pessimistisch denke vielleicht oder mich da sehr rein fuchse in Sonnen.
01:00:58: Oh Gott, das wird ja alles nächst.
01:01:00: hoffentlich habe ich noch ein einigermaßen gutes Leben aber dann wird es als viel viel schlechter.
01:01:05: Das ist aber nicht der überwiegende Part sondern der überwiegende part ist zum glück der dass sich auch merke weil es gibt so viele Tolle Menschen, die was bewirken, die hinschauen.
01:01:16: Die eben nicht AfD sind oder aufs Klima scheißen.
01:01:22: Es gibt so viele tolle Menschen und auch die Welt in der Natur ist es so beeindruckend.
01:01:29: Es ist nicht alles schlecht und es gibt so viel Tolles auch.
01:01:33: Den Blick hinzuwenden ohne jetzt ignorant zu sein ins ich konsumiere gar keine Nachrichten mehr, da schon die Balance irgendwo zu halten.
01:01:42: Aber in diesem Vertrauen zu sein von ja vielleicht auch da ein bisschen ehrlich zu dem Surfen.
01:01:46: es gibt alles in Wellen aber Es ist nicht alles schlecht und ich will und möchte und werde auf eine Zukunft vertrauen in der Ja in der wir gut leben können, klar mit Themen und Problemen.
01:01:59: Aber nicht nur im Modus von alles geht's debach runter so.
01:02:07: Das berührt mich voll weil ich so denke bei den nächsten Filmen die ich mache werde ich dann genau an deine Worte denken und die Filme genau für Menschen wie dich machen die das so auf die Welt blicken und zu denken es ist nicht alles schlecht aber wir müssen uns auch mit den guten Dingen auseinandersetzen um zu wissen dass sie gibt.
01:02:23: weißt du?
01:02:24: Das ist total schön.
01:02:26: Danke fürs Teil!
01:02:27: Ja, danke dir.
01:02:29: Richtig, richtig schön!
01:02:30: Das freut mich voll.
01:02:31: Ich finde es großartig was du machst wirklich und vor allen Dingen auch dank wir haben uns jetzt ja wirklich relativ spontan verabredet für diesen Gespräch das du da so offen bist und vertrauen hast und richtig, richtig toll.
01:02:41: Danke dass du das mit mir und den Schwästis heute geteilt hast Und ich wünsche dir wirklich so viel Glück und Erfolg und Spaß und Wirken für deine Projekte und jetzt auch vor allem in der Sahara und ich find's richtig, echt toll was Du machst.
01:02:56: Vielen vielen Dank
01:02:57: für unseren schönen Austausch.
01:02:59: Das hat mich total gespalten.
01:03:00: Ich auch, vielen vielen dank dir!
01:03:01: Schwestis das war's für diese Woche.
01:03:04: ganz ganz vielen Dank fürs zuhören.
01:03:06: es bedeutet mir sehr viel.
01:03:07: ich bin da ganz beidankbar für euch und ich hoffe ihr
01:03:10: konntet ein bisschen Inspiration
01:03:12: Bestärkung Und was auch immer mitnehmen, was euch jetzt
01:03:15: ein
01:03:16: gutes Gefühl gibt.
01:03:17: Irgendwie
01:03:18: mit Hoffnung und Anpack
01:03:20: und keiner Gleichgültigkeit und keine Ohnmacht, sondern mit Power und Zuversicht
01:03:26: in
01:03:27: die Zukunft
01:03:28: und in das Wochenende
01:03:29: zu starten, als meine nächste Woche wieder war.
01:03:31: Tschüss!
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